Kompetenznetzwerk Wasser- und Entsorgungswirtschaft im VBI gestärkt

Verband Beratender Ingenieure wählt neue Führungsspitze der Fachgruppe

Berlin (16.09.2005). Mit neuen Strategien will die Fachgruppe Wasser- und Entsorgungswirtschaft im Verband Beratender Ingenieure (VBI) die Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen im In- und Ausland steigern. Dabei soll die Kompetenz der deutschen Ingenieurbüros in den Bereichen Wasserwirtschaft und Abfallentsorgung in den Mittelpunkt gestellt werden. Dies erklärte Dr.-Ing. Heiko Gerdes, BGS Umwelt, der am 7. September in Frankfurt/M. von der VBI-Fachgruppe Wasser- und Entsorgungswirtschaft zum neuen Leiter gewählt worden ist. Als Stellvertreter wählten die Delegierten Dipl.-Ing. Joachim Kilian, Unger Consult GmbH, und Dr.-Ing. Michael Langen, HTP Ingenieurgesellschaft Aachen.

„Unser Hauptproblem sind die schwindenden Märkte in Deutschland“, erklärte Gerdes. Um im Inland mehr Nachfrage zu erzeugen, müsse deshalb die Leistungsfähigkeit der deutschen Ingenieurbüros und deren gesellschaftliche Bedeutung stärker kommuniziert werden. Angesichts des Investitionsstaus bei der Infrastruktur von Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung und angesichts der Herausforderungen eines verbesserten Hochwasserschutzes müssten die Auftraggeber wissen, dass die Konzepte mittel- und langfristig zu Kosteneinsparungen und zur nachhaltigen Umweltsicherung beitragen, betonte Gerdes.

Als weitere Strategie der VBI-Fachgruppe nannte Gerdes das Ziel, die Leistungsfähigkeit der deutschen Planer im Ausland stärker zu präsentieren. So müsse sich die deutsche Planungswirtschaft in den internationalen Wachstumsmärkten gerade im Bereich Wasser und Umwelt stärker profilieren und einheitlich darstellen. In den Wachstumsregionen des fernen und mittleren Ostens aber auch in aufstrebenden Tourismusregionen könnten deutsche Planer fachlich jederzeit mit anderen Anbietern mithalten. Zusätzlich brächten deutsche Planer im Wasser- und Entsorgungsbereich ein umfassendes Systemverständnis aus jahrzehntelanger Planungserfahrung und Tradition mit, das ausländische Wettbewerber häufig nicht vorweisen könnten. Im Moment fehle es der deutschen Consultingbranche dort aber noch an professionellen Vertriebs- und Akquisitionsstrategien. Ein konzertiertes Vorgehen im VBI-Verbund werde dabei sehr erfolgversprechend sein, betonte Gerdes.

Auch in den künftigen südosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten will sich die Fachgruppe stärker engagieren. Mit einer ersten Veranstaltung zur Kontaktanbahnung wollen die VBI-Fachleute mit den Verantwortlichen in Bulgarien ins Gespräch kommen. Insgesamt, so erklärte Gerdes, werde das VBI-Kompetenznetzwerk Wasser und Entsorgung mit der Neukonstituierung der Fachgruppe im Verband wesentlich gestärkt.

In der Fachgruppe sind sowohl kleine als auch größere Unternehmen zusammengeschlossen, die durch ihren Austausch Synergien für ihr Marktangebot im In- und Ausland erzeugen wollen. Die Fachgruppe Wasser- und Entsorgungswirtschaft stellt mit gut 400 Mitgliedern die drittgrößte Gruppe im führenden Berufs- und Wirtschaftsverband VBI dar, der eigenen Angaben zufolge rund 3.000 Mitgliedsunternehmen umfaßt.

Kontakt: Verband Beratender Ingenieure VBI, Volker Zappe, Budapester Straße 31, D-10787 Berlin, Tel. 030.260-62-240, Fax: -260-62-100, eMail: zappe@vbi.de,  Internet: www.vbi.de.
Dr.-Ing. Heiko Gerdes, Telefon: 06151. 94560, Fax: - 945680, eMail:  gerdes@bgsumwelt.de.



Copyright: © Rhombos Verlag (16.09.2005)
 
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