Spurenstoffe in Gewässern deutlich verringern

Das Bundesumweltministerium will Seen, Fl√ľsse und K√ľstengew√§sser wirksamer vor Spurenstoffen sch√ľtzen, die aus Medikamenten, Haushalts- und Industriechemikalien oder Pflanzenschutzmitteln stammen k√∂nnen.

Umweltstaatssekret√§r Jochen Flasbarth nahm dazu Empfehlungen des Stakeholder-Dialogs ‚ÄěSpurenstoffstrategie des Bundes‚Äú entgegen. Ein breites B√ľndnis aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft und den Bundesl√§ndern bekennt sich darin dazu, die Spurenstoffeintr√§ge in die Gew√§sser deutlich st√§rker als bisher reduzieren.

Flasbarth: ‚ÄěDamit wir die Flora und Fauna unserer Gew√§sser auch in Zukunft wirksam sch√ľtzen k√∂nnen, brauchen wir eine breit angelegte Strategie gegen Spurenstoffe aus Kosmetika, Pflanzenschutzmitteln oder Medikamenten. Die Empfehlungen des Stakeholder-Dialoges an die Politik bieten daf√ľr eine gute Grundlage. Darauf aufbauend k√∂nnen wir jetzt Ma√ünahmen entwickeln, die den Eintrag solcher Chemikalien in unsere Seen und Fl√ľsse verringern oder ganz verhindern.‚Äú

Spurenstoffe k√∂nnen die Gew√§sser sowie deren Wasserqualit√§t beeintr√§chtigen und erschweren die Gewinnung von Trinkwasser. Sie stammen aus der Herstellung und Verwendung von Produkten wie Human- und Tierarzneimittel, Bioziden, Pflanzenschutzmitteln, Industrie- und Haushaltschemikalien oder K√∂rperpflege- und Waschmitteln. Sie gelangen √ľber punktuelle und diffuse Eintragspfade in die Gew√§sser.

Um den Eintrag solcher Stoffe in die Gew√§sser weitgehend zu vermeiden, haben Akteure aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wasserwirtschaft und den L√§ndern Handlungsempfehlungen f√ľr die weitere Gesetzgebung erarbeitet. In einem Policy-Paper stellen sie das gemeinsame, fachliche Verst√§ndnis und praktikable Handlungsoptionen zur Reduzierung des Eintrags von Spurenstoffen in Gew√§sser dar. Zentrale Bedeutung hat dabei das Vorsorgeprinzip.

So soll der Eintrag von Spurenstoffen bei der Herstellung verringert und ein bundeseinheitlicher Orientierungsrahmen f√ľr die Behandlung dieser Stoffe in Kl√§ranlagen geschaffen werden. Im Rahmen der Produktverantwortung sollen Hersteller und Produzenten chemischer Produkte, die Spurenstoffe mit sich bringen, zudem weitere Vorsorgema√ünahmen entwickeln. √úbergeordnete Bedeutung besitzt die Festlegung relevanter Spurenstoffe.

Der umfassende Lösungsansatz auf allen Handlungsebenen ist durch einen geeigneten Informationsaustauschs zwischen allen Akteuren zu fördern.

Die maßgeblichen Akteure bekräftigen damit die Notwendigkeit einer abgestimmten Strategie auf Bundesebene, um diese Spurenstoff-Einträge wirkungsvoll zu reduzieren.

Das Policy Paper ‚ÄúSpurenstoffstrategie des Bundes‚ÄĚ finden Sie unter www.bmub.bund.de/N54267/

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Herausgeber: Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas K√ľbler und Frauke Stamer
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