Wasser als wichtige Ressource

Nach dem erfolgreichen Start des Bachelor-Studienganges "BioEnergie" im Wintersemester 2007 soll im Herbst diesen Jahres ein neuer Studiengang an die Hochschule Rottenburg kommen: "Ressourcenmanagement Wasser".

Das Konzept des Studienganges "Ressourcenmanagement Wasser" konnte sich als Wettbewerbsbeitrag im Rahmen des Entwicklungsprogramms "Hochschule 2012" der Landesregierung Baden-W√ľrttemberg durchsetzen. Ein Studiengang dieser Art ist bisher einzigartig in Deutschland.
F√ľr die Hochschule Rottenburg ist dies eine wichtige Erweiterung ihrer Kapazit√§t auf mittlerweile drei Bachelorstudieng√§nge und einen Masterstudiengang. Neben der traditionellen Forstwirtschaft, BioEnergie und dem Masterstudiengang SENCE -Sustainable Energy Competence ist "Ressourcenmanagement Wasser" bereits der 4. Studiengang am Schadenweiler Hof. Dort entsteht noch in diesem Jahr ein hochmodernes Laborgeb√§ude, das in vielf√§ltiger Weise zur Methodenvermittlung in allen Studieng√§ngen genutzt werden kann. Das Labor kann im Rahmen der Auszeichnung im Exzellenzwettbewerb des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft, die mit einem namhaften Geldbetrag verbunden war, realisiert werden.
Ebenso wie bei den Bachelorstudieng√§ngen Forstwirtschaft und BioEnergie umfasst "Ressourcenmanagement Wasser" sieben Semester, und ist als so genannter Halbzug mit 35 Studierenden konzipiert. Im f√ľnften Semester wird ein berufsqualifizierendes Praktikum absolviert. Vermutlich werden einzelne Veranstaltungen auch in Zusammenarbeit mit der geowissenschaftlichen Fakult√§t der Universit√§t T√ľbingen durchgef√ľhrt. Dr. Rainer Luick, Professor f√ľr Naturschutz, Raumordnung und Landschaftspflege von der Hochschule Rottenburg, der auch den Studiengang federf√ľhrend konzipierte, wird den Studiengang leiten.

Im neuen Studiengang soll ein nachhaltiger Umgang mit Wasser als weltweit knappe Ressource vermittelt, und diese in gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen beleuchtet werden. "Das Spektrum der Lehrinhalte beinhaltet vor allem Themen im gesellschaftlichen Kontext und weniger traditionell wasserbauliche Inhalte", so Luick.
Wasser spielt in vielen Bereichen der menschlichen Zivilisation als wichtigstes Lebensmittel, in der Energiegewinnung, der Wirtschaft und als Risikofaktor eine wichtige Rolle. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2025 ungef√§hr zwei Drittel der Weltbev√∂lkerung in L√§ndern leben wird, in denen regelm√§√üig Wasserprobleme auftreten. Auch hierzulande wird in Zeiten des Klimawandels ein verantwortungsvoller Umgang mit der knapper werdenden Ressource immer wichtiger. Die Auswirkungen sind immer mehr zu sp√ľren. Verst√§rkt zeigen sich einerseits zunehmende Sommertrockenheit und D√ľrreereignisse, andererseits konzentrieren sich Niederschlagsereignisse in bestimmten Regionen. Die Gefahren von Hochwasser, Erosionen, Sturmfluten mit Deichbr√ľchen und Ernteverlusten sind signifikant gestiegen; es entstehen betr√§chtliche √∂konomische Sch√§den. Das hei√üt Wasser ist weltweit immer h√§ufiger entweder zu viel oder zu wenig, und zur falschen Zeit am falschen Ort.
Die in zunehmendem Ma√üe kritische Umweltressource ist sowohl f√ľr die menschliche Gesundheit, als auch den Zustand und die Funktion von √Ėkosystemen, sowie in der √Ėkonomie und Politik ein wichtiges Instrument. Luick: "Die Sicherung von ausreichenden Wasserressourcen, Strategien zum Risikomanagement, die Gew√§hrleistung einer guten Wasserqualit√§t, sowie der nachhaltige und verantwortungsvolle Umgang mit dem Lebensmittel und Rohstoff Wasser geh√∂ren daher zu den entscheidenden √úberlebensfragen der menschlichen Gesellschaft". Diese Inhalte sollen im neuen Studiengang vermittelt werden.
Es soll eine breite Ausbildung der Studenten gewährleistet sein. "Wir wollen moderne Querdenker ausbilden. Damit fahren wir seit Jahren gut und eröffnen unseren Studierenden beste Berufschancen", so Rektor Dr. Bastian Kaiser. Die Absolventen werden in Bereichen wie Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Versorgungsbetriebe Tätigkeitsfelder vorfinden, und das zukunftsträchtige Thema wird auch weitere Felder erschließen, denen mit multifunktionalen Kompetenzen begegnet werden kann.

Kontakt: Prof. Dr. Rainer Luick, Studiengangleitung Ressourcenmanagement Wasser, Luick@hs-rottenburg.de



Copyright: © Informationsdienst Wissenschaft e.V. -idw- (21.01.2009)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?