Badegewässer in der EU weiterhin gut

Saubere Badegew√§sser sind f√ľr wichtige Wirtschaftszweige wie den Fremdenverkehr und f√ľr die Pflanzen- und Tierwelt von entscheidender Bedeutung. Der j√§hrlich erscheinende Badegew√§sserbericht der Europ√§ischen Kommission und der Europ√§ischen Umweltagentur zeigt, dass 95 % der K√ľstenbadegew√§sser und 90 % der Badegew√§sser der Fl√ľsse und Seen 2009 den Mindestvorschriften entsprachen. Au√üerdem informiert der Bericht dar√ľber, wo genaue und aktuelle Informationen √ľber die Badeorte zu finden sind.

Hierzu erkl√§rte EU-Umweltkommissar Janez Potońćnik: ‚ÄěDurch die Rechtsvorschriften der EU und der Mitgliedstaaten hat sich die Qualit√§t der Badegew√§sser in der EU in den letzten 30 Jahren erheblich verbessert, aber unsere Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Trotz der jahrzehntelangen hohen Qualit√§t der Badegew√§sser m√ľssen wir uns weiterhin bem√ľhen, das Erreichte zu erhalten und zu verbessern.‚Äú
 
Die Leiterin der Europ√§ischen Umweltagentur, Frau Prof. Jacqueline McGlade, erg√§nzte: ‚ÄěEine weitere Verbesserung der europ√§ischen Badegew√§sserqualit√§t erfordert die Einbeziehung der B√ľrger. Dies bedeutet zun√§chst, herauszufinden und zu verstehen, in welchem Zustand sich die Umwelt derzeit befindet, und dann die zust√§ndigen Beh√∂rden aufzufordern, f√ľr besseres Wasser zu sorgen. Durch unsere internetgest√ľtzten Instrumente erhalten die B√ľrger einfachen Zugang zu Umweltinformationen und eine Plattform, um sich zu √§u√üern.‚Äú Die Bem√ľhungen um Verbesserung der Badegew√§sser sind im Rahmen der Bestrebungen der EU zu sehen, im Einklang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der EU-Rahmenrichtlinie f√ľr die Meeresumwelt einen guten Umweltzustand zu erreichen.
 
Ergebnisse von 2009 bestätigen langfristig positiven Trend

Von den 20 000 Badestr√§nden, die 2009 EU-weit gepr√ľft wurden, lagen zwei Drittel an der K√ľste und der Rest an Fl√ľssen und Seen. An der K√ľste stieg die Zahl der Badegebiete, in denen die verbindlichen Werte (Mindestqualit√§tsanforderungen) eingehalten wurden, von 80 % im Jahr 1990 auf 96 % im Jahr 2009. Bei den Binnengew√§ssern stieg dieser Anteil mit 52 % auf 90 % noch st√§rker an.
 
Zwischen 2008 und 2009 ging die Zahl der Badegew√§sser, die den Mindestvorschriften entsprachen, leicht zur√ľck; dabei sank die Zahl der betreffenden K√ľstengew√§sser um einen Prozentpunkt und die der Binnengew√§sser um drei Prozentpunkte. Die Einhaltung der strengeren ‚ÄěLeitwerte‚Äú stieg zwischen 2008 und 2009 um etwas weniger als einen Prozentpunkt auf 89 %, fiel aber bei den Binnengew√§ssern um weniger als drei Prozentpunkte auf 71 %. Solche j√§hrlichen Schwankungen waren aber in den vorangegangenen Jahren nicht ungew√∂hnlich.
 
In Frankreich, Griechenland, Portugal und Zypern entsprachen fast alle K√ľstenbadegew√§sser den strengeren Leitwerten[1]. Nur 2 % der K√ľstenbadegew√§sser in der EU wurden 2009 gesperrt, die meisten davon in Italien. Die Qualit√§t der Binnengew√§sser weist st√§rkere Unterschiede auf, aber die √ľberwiegende Mehrzahl der Standorte in Finnland, Frankreich, Deutschland und Schweden entsprach ebenfalls den Leitwerten.
 
14 Mitgliedstaaten √ľberwachen nach der neuen Badegew√§sserrichtlinie

Zur Feststellung der Wasserqualit√§t werden die Badegew√§sser anhand einer Reihe von physikalischen, chemischen und biologischen Parametern gepr√ľft. Die Mitgliedstaaten m√ľssen die in der Badegew√§sserrichtlinie[2] festgesetzten verbindlichen Werte einhalten, k√∂nnen aber auch die (nicht verbindlichen) strengeren Leitwerte zugrunde legen.
 
2006 trat eine neue Badegew√§sserrichtlinie[3] in Kraft, mit der die Parameter und die √úberwachungsvorschriften an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst wurden. In der neuen Richtlinie spielt die Information der √Ėffentlichkeit √ľber die Qualit√§t der Badegew√§sser eine gr√∂√üere Rolle. Bis 2015 m√ľssen die Mitgliedstaaten die neue Richtlinie vollst√§ndig umsetzen, aber 14 Mitgliedstaaten (D√§nemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Schweden, die Slowakei, Spanien, Ungarn und Zypern) haben ihre Badegew√§sser schon in der Badesaison 2009 nach den Anforderungen der neuen Richtlinie √ľberwacht.
 
Weitere Informationen
Bericht von 2010
 
[1] Wegen Verz√∂gerungen bei der Auftragsvergabe f√ľr das √úberwachungsprogramm konnten in Griechenland 830 der im Jahr 2008 √ľberwachten Badegew√§sser 2009 nicht ausreichend untersucht werden, so dass sie bei den EU-weiten Ergebnissen nicht ber√ľcksichtigt wurden.
[2] Richtlinie 76/160/EWG √ľber die Qualit√§t der Badegew√§sser.
[3] Richtlinie 2006/7/EG √ľber die Qualit√§t der Badegew√§sser und deren Bewirtschaftung.



Copyright: © European Environment Agency (10.06.2010)
 
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