Option zum Zeitgewinn

Am 30. Juni begann das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) mit der unterirdischen CO2-Speicherung in Ketzin. Im Rahmen des europĂ€ischen CO2SINK-Projekts sollen hier in den nĂ€chsten zwei Jahren bis zu 60.000 Tonnen CO2 in ĂŒber 600 m Tiefe gespeichert werden.

Unter FederfĂŒhrung des GFZ wird in Zusammenarbeit mit 18 Partnern aus 9 LĂ€ndern europaweit erstmals untersucht, wie CO2 in tief gelegenen, mit Salzwasser gefĂŒllten porösen Gesteinsschichten eingebracht und gespeichert werden kann. Eine Injektions- und zwei Beobachtungsbohrungen wurden bis in 800 m Tiefe erfolgreich abgeteuft, mit modernster Sensorik ausgestattet und erfolgreich getestet.

Mit dieser Pilotanlage entsteht ein „Großlabor“, in dem das Verhalten von CO2 im Untergrund unter realistischen Bedingungen untersucht wird. „Die Speicherung von CO2 ist dabei eine Option zum Zeitgewinn bei der Entwicklung und EinfĂŒhrung CO2- armer Energietechnologien“ erklĂ€rt Professor Dr. Dr. h.c. Reinhard HĂŒttl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen GeoForschungsZentrums. FĂŒr die Speicherung wird CO2 in LebensmittelqualitĂ€t verwendet, welches z.B. in GetrĂ€nken wie MineralwĂ€ssern oder Bier eingesetzt wird.



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV) (17.07.2008)
 
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