Umweltschonender Kühlschrank

100 Millionen Greenfreeze-Geräte in zehn Jahren verkauft - Erfolgsgeschichte geht jetzt in Südamerika weiter

Hamburg/Wien.Nach zehn Jahren weltweiten Erfolges wird der von Greenpeace ursprünglich in Deutschland durchgesetzte umweltschonende Kühlschrank "Greenfreeze" ab dem 18.11.2003 auch in Südamerika hergestellt. Die Produktion startet in der Kühlschrankfabrik Autosal bei Buenos Aires. In Europa haben die Greenfreeze-Haushaltsgeräte, die ohne gefährliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) auskommen, bereits 60 Prozent des Marktes erobert.

Österreich hat als eines der ersten Länder weltweit den Greenfreeze gesetzlich vorgeschrieben. Ab 2008 werden H-FKW in der Kältetechnik verboten sein. Dieses Verbot wurde auch deswegen notwendig, weil seit ein paar Jahren durch den starken Preiskampf bei den großen Elektromärkten wieder viele Klimakiller-Geräte nach Österreich importiert werden. 1993 brachte Greenpeace mit dem damaligen Hersteller dkk Scharfenstein, später Foron, aus Sachsen den weltweit ersten Kühlschrank auf den deutschen Markt, der ohne die gefährlichen Chemikalien auskommt. "FCKW zerstört die Ozonschicht, gemeinsam mit FKW sind diese extrem schädlich für das Klima", so Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. Nachdem die Kühlgeräteindustrie in Deutschland die fortschrittliche Technik anfangs bekämpfte, haben die führenden Hersteller in Europa, Asien und Australien sie inzwischen übernommen.

Die Umweltorganisation rät beim Kühlschrankkauf auf das Typenschild zu achten. Steht dort kleingeschrieben "R134a", dann arbeiten die Geräte mit den Klimakillern. Die Bezeichnung "R 600a" hingegen steht für die umweltfreundliche Greenfreeze-Technologie. Die 100 Mio. verkauften Greenfreeze-Geräte haben dem Weltklima Treibhausgase erspart, die der Wirkung von 400 Mio. Tonnen Kohlendioxid entsprechen. Das entspricht dem halben Kohlendioxid-Ausstoß Deutschlands.

Kühlschränke mit Greenfreeze-Technologie arbeiten statt mit künstlichen und schädlichen FCKW und den später verwendeten FKW mit natürlichen Stoffen: Als Kältemittel dienen Propan und Butan, für die Isolierschäumung wird Pentan eingesetzt. "Greenfreeze ist nicht nur umweltschonend, sondern den FKW-Geräten auch technisch überlegen", so Schuster. Letzte erbitterte Gegner der Greenfreeze-Technologie sind die USA, da die dort ansässige Industrie FKW nicht aufgeben will. Sie setzen sich vehement dafür ein, die Verbreitung der Technik aufzuhalten. Der Klimakiller FKW wird nämlich in den USA auch in Klimaanlagen für Autos oder in Kühlgeräten für Supermärkten eingesetzt und von einer aggressiven Lobby verteidigt.

Die Umweltorganisation hat unter http://www.greenpeace.at/umweltwissen/chemie/fckw_fkw_ckw/index.htm eine Kühlgeräte-Marktübersicht erstellt.

Kontakt: Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, D-22767 Hamburg, Tel. 040-30618 -0, Fax -30618-100, mail@greenpeace.de, Internet: www.greenpeace.de



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