Globale Bestandsaufnahme zur biologischen Vielfalt angelaufen - Professor Josef Settele ist Ko-Vorsitzender des Autorenteams

Der Weltbiodiversit√§tsrat hat mit einer umfassenden, globalen Bestandsaufnahme zum Zustand der biologischen Vielfalt und der Dienstleistungen √∂kologischer Systeme begonnen. Die Bundesregierung unterst√ľtzt die Arbeit der Wissenschaftler. Zum Ko-Vorsitzenden des Autorenteams wurde mit Professor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum f√ľr Umweltforschung (UFZ) ein deutscher Wissenschaftler berufen.

Der Weltbiodiversit√§tsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist das Pendant zum Weltklimarat IPCC. Er soll nun den aktuellen Zustand der globalen Biodiversit√§ tuntersuchen sowie die Entwicklungen bis zum Jahr 2050 prognostizieren. Wichtiges Element der Betrachtungen sind die Auswirkungen auf das menschliche Wohlergehen. Die Fertigstellung des Berichts ist f√ľr Mai 2019 vorgesehen. Die globale Bestandsaufnahme der biologischen Vielfalt und der √Ėkosystemleistungen ist der aktuell wichtigste Bericht des 2012 gegr√ľndeten IPBES. Neben Land, Binnengew√§ssern und K√ľstenzonen wird der Bericht auch die Ozeane ber√ľcksichtigen.

Als Ko-Vorsitzender des Autorenteams wurde Professor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum f√ľr Umweltforschung GmbH (UFZ) berufen. Zusammen mit den Professoren Sandra D√≠az aus Argentinien und Eduardo Brond√≠zio aus Brasilien /USA wird er in den n√§chsten drei Jahren die Erstellung des Berichts mit √ľber 130 Autoren aus aller Welt leiten. Die Arbeitsgruppe erh√§lt f√ľr ihre k√ľnftigen Aufgaben eine Gesch√§ftsstelle am internationalen Sekretariat des IPBES in Bonn. Das Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterst√ľtzt diese Gesch√§ftsstelle mit rund 250.000 Euro f√ľr die kommenden drei Jahre. Das Bundesforschungsministerium unterst√ľtzt zudem die Arbeit von Professor Settele f√ľr IPBES in den kommenden drei Jahren mit rund 700.000 Euro.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka: ‚ÄěMit Herrn Professor Settele wird ein deutscher Wissenschaftler mit exzellenter Expertise ma√ügeblich an der Erstellung dieses wichtigen Berichts mitwirken. Vom Zustand der Biodiversit√§t weltweit h√§ngt auch unser Wohlergehen ab. Die Politik braucht wissenschaftsbasierte Daten und Fakten, um Strategien f√ľr die Zukunft zu entwickeln, die den Menschen vermittelt werden k√∂nnen‚Äú.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: ‚ÄěPolitik braucht eine solide Faktengrundlage, um gute, wissensbasierte Entscheidungen treffen zuk√∂nnen. Dieser Bericht wird eine solche Grundlage sein. Ich hoffe, dass ambitionierte politische Entscheidungen zum Schutz der globalen Artenvielfalt folgen werden.‚Äú

Settele arbeitet am UFZ im Department Bioz√∂noseforschung. Er ist zudem Professor f√ľr √Ėkologie an der Martin-Luther-Universit√§t Halle-Wittenberg und Mitglied des Deutschen Zentrums f√ľr integrative Biodiversit√§tsforschung (iDiv). Er war in der Vergangenheit bereits als koordinierender Leitautor und Leitautor in IPBES sowie im Weltklimarat (IPCC) t√§tig.

Der Weltbiodiversit√§tsrat IPBES ist ein wissenschaftliches, zwischenstaatliches Gremium, das politischen Entscheidungstr√§gern objektive und zuverl√§ssige Informationen √ľber den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und ihrer √Ėkosystemleistungen zur Verf√ľgung stellt. IPBES betreibt keine Forschung, sondern fasst den aktuellen Stand des Wissens zusammen und wertet ihn mit Hilfe internationaler Expertinnen und Experten aus. Aus den Bewertungen dieser Expertengruppen werden Handlungsoptionen zum Schutz der biologischen Vielfalt abgeleitet, die politische Entscheidungstr√§ger in ihrer Arbeit unterst√ľtzen sollen. Derzeit sind 125 Staaten Mitglied im IPBES.

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Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
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