Bundesumweltministerium startet neues Klimaschutz-Förderprogramm für globale Nord-Süd-Zusammenarbeit

Auch der Biodiversitätsschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern soll mit der IKI unterstützt werden

Ab heute können Projekte für das neue BMU-Förderprogramm „IKI Medium Grants“ eingereicht werden. Das Programm ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) und soll die Nord-Süd-Zusammenarbeit für den globalen Klima- und Biodiversitätsschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen. Das Programm richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteure mit Sitz in Deutschland. Diese können bis zum 12. Mai 2010 ihre Projektideen einreichen. Die besten Ideen werden dann ausgewählt und aufgefordert, einen Antrag einzureichen.

Für das Programm werden in regelmäßigen Abständen Förderaufrufe mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen veröffentlicht. Es ist geplant circa 10 bis 15 Projekte pro Jahr zu beauftragen. Dabei werden Projekte mit einem Finanzierungsvolumen zwischen 300.000 EUR und 800.000 EUR sowie einer Laufzeit von zwei bis drei Jahren gefördert. Insgesamt stellt das BMU über das Programm für fünf Jahre 30 Mio. Euro zur Verfügung. Mit der Umsetzung der Projektfinanzierung wurde die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH (ZUG) beauftragt.

Mit „IKI Medium Grants“ sollen kleinere Organisationen gefördert werden, die Regionen und Akteure in den Entwicklungsländern erreichen, die nicht im Fokus nationalstaatlicher Maßnahmen stehen. Ihr Potenzial für wichtige Impulse im Klima- und Biodiversitätsschutz soll so gehoben werden. Ziel dieses neuen Fonds ist es, innovative und an lokale Bedürfnisse angepasste Ideen zur Minderung der Treibhausgasemissionen in internationalen Partnerschaften zu unterstützen.
Die Schwerpunkte des ersten Aufrufs vom 12. Februar 2020 liegen bei der Minderung von Treibhausgasemissionen und dem Schutz der Biodiversität. Im Förderbereich Minderung können erste Projektskizzen in den Bereichen Energie, Mobilität und Stadt eingereicht werden. Der Förderbereich Biodiversität greift insbesondere die im kommenden Jahr startende UN Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen (2021-2030) sowie die nachhaltige Nutzung von Schutzgebieten und Ökosystemen auf. Darüber hinaus können Projektskizzen eingereicht werden, die die Zivilgesellschaft stärken, um einen wirksamen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Biodiversitätskonvention zu leisten.
 
Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat auf Beschluss des Deutschen Bundestages die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) im Jahr 2008 ins Leben gerufen und seitdem eine Vielzahl an Projekten im Bereich Klima- und Biodiversitätsschutz sowie an der Schnittstelle beider Bereiche gefördert.

Die IKI fördert über thematische und länderspezifische Auswahlverfahren vorrangig großvolumige Programme, um die Transformation hin zu einer nachhaltigen und emissionsarmen Wirtschafts- und Versorgungsstruktur zu beschleunigen. Die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der Biodiversitätskonvention erfordert aber auch die Stärkung von Kapazitäten kleinerer Akteure in Entwicklungs- und Schwellenländern und die wirksame Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen. Hierfür hat das BMU mit den „IKI Small Grants“ Ende 2019 und nun mit den „IKI Medium Grants“ zwei Programme ins Leben gerufen.


Weitere Informationen und Förderbedingungen:
www.international-climate-initiative.com/de


Die original Pressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (12.02.2020)
 
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