Altpapier darf nicht knapp werden in Deutschland

"Wir mĂŒssen alles daran setzen, die Altpapiersammelstruktur in Deutschland aufrecht zu erhalten." Das erklĂ€rte bvse-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Braun heute in Bonn.

Braun wies darauf hin, dass Europa im Ganzen zwar weiterhin einen hohen jĂ€hrlichen AltpapierĂŒberschuss hat. Auch in Deutschland war bis vor kurzem mehr als genug Altpapier lieferbar. In der gegenwĂ€rtigen Krisensituation durch Covid-19 allerdings zeige sich bereits ein RĂŒckgang der inlĂ€ndischen Sammelmenge. Dazu trĂ€gt auch die Schließung aller kommunalen Wertstoffhöfe bei. Zudem stĂ¶ĂŸt der Import von Altpapier, auf den Deutschland als Nettoimporteur angewiesen ist, auf Hindernisse, z. B. durch Lkw-RĂŒckstaus an den Grenzen oder durch die angeschlagene Personaldecke bei Logistikdienstleistern. Gleichzeitig ist der Rohstoff-Bedarf der Papierindustrie weiter sehr hoch. Dies z. B. von Seiten der Hygienepapierhersteller, insbesondere aber von den Herstellern dringend benötigter Verpackungen.

Die aktuellen Probleme durch Covid-19 und das erreichte, extrem niedrige VergĂŒtungsniveau fĂŒr Altpapier dĂŒrfen keinesfalls dazu fĂŒhren, die kommunale Altpapiererfassung zurĂŒck zu fahren. Es komme jetzt darauf an, die bestehenden privaten und kommunalen Sammlungen fĂŒr Altpapier konsequent und regelmĂ€ĂŸig durchzufĂŒhren und damit ernste Konsequenzen in der Lieferkette zu vermeiden.

Wenn kommunale Unternehmen personelle EngpĂ€sse haben, steht die private Altpapierwirtschaft bereit, ihre kommunalen Kollegen in dieser außergewöhnlichen Situation zu unterstĂŒtzen", betonte bvse-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Braun.



Copyright: © bvse-Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung (23.03.2020)
 
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