Pronold: "Elektrogeräte und Batterien sind Rohstofflager"

Elektroger√§te und Batterien werden im Alltag immer wichtiger. Umso entscheidender ist die richtige Entsorgung. Einerseits enthalten Elektroger√§te wie Batterien zahlreiche Metalle, die wieder verwendet werden k√∂nnen. Andererseits kann die falsche Entsorgung zu gef√§hrlicher Umweltverschmutzung f√ľhren. Die Europ√§ische Woche der Abfallvermeidung, die heute beginnt, r√ľckt 2018 mit ihrem Motto "Bewusst konsumieren ‚Äď richtig entsorgen" unter anderem diese Themen in ihren Mittelpunkt.

Bildquelle Vorschaubild: BMU / Sascha Hilgers

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekret√§r im Bundesumweltministerium: "Alte Elektroger√§te sind kleine Rohstofflager. Damit sie hochwertig recycelt werden k√∂nnen, m√ľssen sie wieder zur√ľckgegeben werden und d√ľrfen nicht illegal exportiert werden oder im Hausm√ľll landen. In Deutschland gibt es zwar ein dichtes Netz an Sammelstellen, viele Menschen sind damit aber nicht vertraut. Zugleich gibt es immer wieder H√§ndler, die die R√ľckgabe von Elektroger√§ten erschweren. Hier gibt es noch reichlich Handlungsbedarf."


Das Elektroger√§tegesetz und das Batteriegesetz verpflichten den Handel zur R√ľcknahme dieser Produkte, wenn sie ausgedient haben. Die EU-Sammelquoten von jeweils 45 Prozent f√ľr beide Produktbereiche wurden allerdings zuletzt nur knapp erreicht.
Um die Sammelmengen zu erh√∂hen, wurden die Regeln f√ľr die R√ľckgabe von Elektroger√§ten bereits ver√§ndert. Das Elektroger√§tegesetz sieht bei Verst√∂√üen des Handels gegen seine R√ľcknahmepflichten nun ein Bu√ügeld von bis zu 100.000 Euro vor. Eine entsprechende √Ąnderung des Elektro- und Elektronikger√§tegesetzes ist 2017 in Kraft getreten. Bereits 2016 wurden zudem mehr Kompetenzen f√ľr den Zoll eingef√ľhrt, um gegen die illegale Entsorgung beziehungsweise den Export alter Elektroger√§te vorzugehen.


Eine Novelle des Batteriegesetzes wird derzeit vorbereitet. Hierbei sollen die Hersteller st√§rker als bisher im Rahmen ihrer Produktverantwortung eingebunden werden und somit auch zu h√∂heren Sammelquoten beitragen. Das Batterieaufkommen ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jahr 2017 stieg die Masse der in Verkehr gebrachten Ger√§tebatterien so stark wie noch in keinem Jahr zuvor an: So war im Vergleich zu 2016 ein Anstieg um 5.132 Tonnen beziehungsweise um 11,3 Prozent zu verzeichnen. Die Sammelmenge erh√∂hte sich von 2016 auf 2017 von 20.524 auf 21.037 Tonnen beziehungsweise um 513 Tonnen. Um besser √ľber die Sammelstellen f√ľr Elektroger√§te und Batterien zu informieren, wurde letzte Woche ein Sammellogo eingef√ľhrt, dass Verbraucher und Verbraucherinnen besser auf die R√ľckgabe aufmerksam machen soll. Es wurde von den beiden Stiftungen Elektroaltger√§te-Register (EAR) und Gemeinsames R√ľcknahmesystem Batterien (GRS) erarbeitet und wird derzeit beworben.

Über die Europäische Woche der Abfallvermeidung:
Die diesj√§hrige Europ√§ische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) steht unter dem Motto "Bewusst konsumieren ‚Äď richtig entsorgen" und findet vom 17. bis 25. November 2018 statt.

Die EWAV ist Europas gr√∂√üte Kommunikationskampagne zu Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Ihr Fokus: praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Europ√§erinnen und Europ√§er sollen daf√ľr sensibilisiert werden, mit Alltagsgegenst√§nden und dem Ressourcenverbrauch bewusster umzugehen und wo es geht, Abf√§lle zu vermeiden. In Deutschland wird die Kampagne mit Mitteln des Bundesumweltministeriums unterst√ľtzt. Das Umweltbundesamt (UBA) ist der fachliche Ansprechpartner. Koordiniert wird die Kampagnenwoche seit 2014 vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Das Bundesumweltministerium ist offizieller Partner der EWAV.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (19.11.2018)
 
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