UN-Nachhaltigkeitsforum: Deutschland fordert nachhaltigen Weg aus der Corona-Krise

Ministerkonferenz ĂŒberprĂŒft Fortschritt bei der Umsetzung der UN-Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung im Lichte der COVID-19-Pandemie


Beim heute beginnenden High-Level-Segment des UN-Nachhaltigkeitsforums 2020 setzt sich Deutschland fĂŒr einen weltweiten umwelt- und klimaschĂŒtzenden, nachhaltigen Neustart nach der Corona-Krise ein. Die Agenda 2030 fĂŒr nachhaltige Entwicklung und das Pariser Klimaabkommen sind dafĂŒr der Kompass. Das Hochrangige Politische Forum fĂŒr nachhaltige Entwicklung (HLPF) ĂŒberprĂŒft jedes Jahr die Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer 17 globalen Nachhaltigkeitsziele. Es findet vom 7. bis 16. Juli erstmals in einem komplett virtuellen Format statt. Das hochrangige Segment wird heute mit einer Ansprache von UN-GeneralsekretĂ€r Guterres eröffnet. Die Bundesregierung ist durch das Bundesministerium fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesumweltministerium (BMU) vertreten.

Rita SchwarzelĂŒhr-Sutter, Parlamentarische StaatssekretĂ€rin im BMU: "Vorrangig ist jetzt die BekĂ€mpfung der COVID-19-Pandemie. Bei der Ankurbelung der Wirtschaft danach geht es um die sozial-ökologische Modernisierung unserer Volkswirtschaften. Europa will bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent sein. Dabei sind die globalen Nachhaltigkeitsziele der Kompass fĂŒr den Weg aus der Krise. Unsere Gesellschaften mĂŒssen widerstandsfĂ€higer werden. COVID-19 hat uns gezeigt, was fĂŒr verheerende Folgen der rĂŒcksichtslose Umgang mit der Natur haben kann."

Parlamentarische StaatssekretĂ€rin im BMZDr. Maria Flachsbarth: "Die COVID-19-Pandemie hat gravierende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und erschwert die Umsetzung der Agenda 2030. Millionen Menschen rutschen in die Armut ab, Millionen ArbeitsplĂ€tze gehen verloren und Ungleichheiten werden verstĂ€rkt. Mit unserem Corona-Sofortprogramm unterstĂŒtzen wir deshalb PartnerlĂ€nder bei der StĂ€rkung ihrer Gesundheitssysteme, der ErnĂ€hrungssicherung und Sicherung von Jobs und Einkommen sowie bei der Versorgung von GeflĂŒchteten."

Das diesjĂ€hrige Forum steht unter dem Titel "Accelerated action and transformative pathways: realizing the decade of action and delivery for sustainable development": Nur noch zehn Jahre verbleiben zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Deshalb mĂŒssen die Anstrengungen zur Überwindung der Auswirkungen der Corona-Krise und fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung in diesem Jahrzehnt massiv gesteigert werden.

Die Notwendigkeit einer ambitionierteren und schnelleren Umsetzung der Agenda 2030 wird beim HLPF von verschiedenen Seiten eingefordert – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Ein lebendiger und wirksamer Multilateralismus mit den Vereinten Nationen im Zentrum ist dafĂŒr unabdingbar. Der 75. Jahrestag der UNO im September dieses Jahres bietet die passende Gelegenheit, die weltweiten Ambitionen zur ErfĂŒllung des Versprechens der Agenda 2030 zu erhöhen. Die Bundesregierung unterstĂŒtzt deshalb den Aufruf des GeneralsekretĂ€rs der Vereinten Nationen, gemeinsam die Voraussetzungen fĂŒr einen nachhaltigeren, grĂŒneren und gerechteren Aufschwung weltweit zu schaffen ("recover better"). Die derzeit weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme bieten eine große Chance, Volkswirtschaften umwelt- und klimafreundlicher sowie widerstandsfĂ€higer gegenĂŒber zukĂŒnftigen Krisen zu gestalten.


Die Agenda 2030 finden Sie hier.


Die Originalpressemitteilung finden sie hier.



Copyright: © Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (14.07.2020)
 
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