Deutschland wird seine EU-Ratspräsidentschaft klimaneutral und nachhaltig ausrichten

Am 1. Juli 2020 hat Deutschland f√ľr sechs Monate den Vorsitz im Rat der Europ√§ischen Union √ľbernommen. W√§hrend dieser EU-Ratspr√§sidentschaft koordiniert und vermittelt Deutschland zwischen den 27 EU-Mitgliedstaaten und ist zeitgleich Gastgeber von mehr als 400 geplanten Veranstaltungen. Diese werden alle nachhaltig und klimaneutral ausgerichtet.


Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Es ist wichtig, dass wir uns nicht nur politisch f√ľr eine nachhaltige und klimaneutrale Wirtschafts- und Lebensform einsetzen, sondern auch selber danach handeln. Daher hat die Bundesregierung ein Konzept erarbeitet, wie die Ziele der Klimaneutralit√§t und Nachhaltigkeit konkret bei allen Veranstaltungen w√§hrend unserer EU-Ratspr√§sidentschaft umgesetzt und erreicht werden k√∂nnen"

Die Bundesregierung orientiert sich im Rahmen der deutschen EU-Ratspr√§sidentschaft bei allen Veranstaltungen an den bew√§hrten Nachhaltigkeitskriterien des Umweltbundesamts (UBA) und des Bundesumweltministeriums (BMU). Diese Kriterien betreffen u.a. die Auswahl der Veranstaltungsorte, das Abfallmanagement, das Catering und die Anreisem√∂glichkeiten f√ľr die G√§ste. In all diesen Bereichen soll die Belastung f√ľr Umwelt und Klima durch eine verantwortungsvolle Planung minimiert werden.

Die Wahl des Veranstaltungsortes orientiert sich an Nachhaltigkeitskriterien wie beispielsweise der Nutzung von √Ėkostrom, einer verkehrsg√ľnstigen Lage und dem Vorliegen eines Umweltmanagementzertifikates. Dar√ľber hinaus verzichtet die Bundesregierung g√§nzlich auf Kleingeschenke (Give Aways) an die Teilnehmenden.
Der ökologische Fußabdruck des Caterings kann mit dem Verzicht auf Fleisch- und Fischprodukte und dem Angebot von saisonalen Lebensmitteln aus ökologischer Landwirtschaft minimiert werden. Das Bundesumweltministerium verzichtet daher zum Beispiel gänzlich auf Fleisch- oder Fischprodukte und bietet ausschließlich vegetarisches Catering an.

Um ihrer klimapolitischen Verantwortung gerecht zu werden, wird die Bundesregierung die nicht vermeidbaren Treibhausgasemissionen, die durch die Reisen der Teilnehmenden und durch die Veranstaltungen selbst entstehen, kompensieren. Dies erfolgt mit dem Erwerben und Stilllegen von Minderungsgutschriften aus hochwertigen Klimaschutzprojekten, die nach den UN- Regeln unter dem Mechanismus f√ľr umweltvertr√§gliche Entwicklung (Clean Development Mechanism) des Kyoto-Protokolls zertifiziert wurden. Die Bundesregierung folgt generell dem Grundsatz des klimafreundlichen Handelns "erst vermeiden und verringern, dann kompensieren" von Emissionen. Das Umweltbundesamt hat im Auftrag der Bundesregierung f√ľr alle geplanten Veranstaltungen die Emissionen ermittelt. Um Untersch√§tzungen zu vermeiden wurden konservative Standardwerte f√ľr die Berechnung verwendet. Die tats√§chlich entstandenen Emissionen werden dann im Rahmen einer Nachhaltigkeitspr√ľfung nochmals erfasst.

Die Umsetzung der klimaneutralen EU-Ratspr√§sidentschaft wertet das Bundesumweltministerium im Anschluss an die deutsche EU-Ratspr√§sidentschaft aus. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschlie√üend in Form eines Kurzberichts ver√∂ffentlicht, der auch Empfehlungen f√ľr k√ľnftige Veranstaltungen enthalten wird. Ebenso wie die gesammelten Erfahrungen aus der nachhaltigen Veranstaltungsausrichtung werden auch die Erkenntnisse aus dem Prozess der Emissionsberechnung zuk√ľnftigen Ratspr√§sidentschaften zur Verf√ľgung gestellt und innerhalb der Bundesregierung f√ľr den Umbau zur klimaneutralen Verwaltung weitergenutzt.

Von den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch die Veranstaltungen der Bundesregierung betroffen. Die Einhaltung der Hygieneregeln und die Minimierung einer Ansteckungsgefahr hat f√ľr die Bundesregierung oberste Priorit√§t. Aus diesem Grund werden einige Veranstaltungen nicht wie geplant physisch stattfinden k√∂nnen und m√ľssen durch teilweise oder g√§nzlich virtuelle Formate ersetzt werden. Auch bei virtuellen und hybriden Veranstaltungen werden die Nachhaltigkeitskriterien ber√ľcksichtigt.


Die Originalpressemitteilung finden Sie hier.



Copyright: © Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (13.07.2020)
 
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...