Neuer Lehrgang „Servicekraft Wertstoffhof“

Die Servicekräfte an den Wertstoffhöfen sind verantwortlich für die Annahme aller Wertstoffe, derer sich die Bürgerinnen und Bürger oder Gewerbetreibende entledigen möchten.

Neu und nicht unwesentlichen Raum nehmen die Schutzmaßnahmen durch die Pandemie am Wertstoffhof ein.

Auch sie betreffen sowohl die klassische Arbeitssicherheit als auch die psychische Belastungen der Mitarbeiter sowie die mentale Arbeitssicherheit im Ganzen, also das Selbstverständnis und die eigene Haltung jenseits von Gesetzen, Vorschriften und Geboten.

Die Servicekräfte an den Wertstoffhöfen müssen schnell erfassen, welche Fraktionen die Kundinnen und Kunden dabei­haben und entscheiden, wo und wie diese einzusortieren sind. Je nach geltenden Regeln der Kommune muss das Serviceper­sonal zudem für vereinzelte Fraktionen Gebühren festlegen und kassieren, Holz kategorisieren, Elektrogeräte sichten, Sperrmüll annehmen, Fahrzeuge einweisen und ein Betriebstagebuch führen. Vor allem in Stoßzeiten bedarf es ein hohes Maß an Übersicht und Souveränität.

Hinzu kommt die mitunter hohe psychische Belastung beim Umgang mit schwierigen Kundinnen und Kunden: Unfreundliche und beleidigende Ausdrucksweisen, schlechte Zahlungsmoral oder gar Körperverletzung sind nicht selten und machen den Wertstoffhof mitunter zur „Kampfzone“. Wie gut die Mitarbeitenden damit umgehen können, hängt auch mit ihrer fachlichen Qualifikation als auch mit ihrer Kommunikationsfähigkeit zusammen.

 Die Akademie Dr. Obladen GmbH und die ia GmbH - Wissens­management und Ingenieurleistungen bieten dafür eine modular aufgebaute Qualifizierungsmaßnahme für Personen ohne einschlägige Berufsausbildung an, damit diese qualifiziert Wertstoffe annehmen und sortieren, kompetent Kundinnen und Kunden beraten, erfolgreich alle organisatorischen und wirt­schaftlichen Belange lösen sowie aufmerksam auf Gesundheit und Arbeitsschutz achten können. Dies ist dem Verband kommunaler Unternehmen e.V. Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS ein wichtiges Anliegen, weshalb er den Lehrgang unterstützt und fördert.

Regelmäßig muss die Servicekraft bewerten, ob ein bestimmter Abfall aufgrund geltender Vorschriften überhaupt angenommen werden darf und falls ja, unter welchen Sicherheitsvorkeh­rungen. Asbest, künstliche Mineralfasern oder Pflanzenschutz­mittel zählen zu den sogenannten Problemstoffen und dürfen gemäß TRGS 520 nur von Fachpersonal entgegengenommen werden. Neue Technik oder Baustoffe, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab, kommen mit Zeitverzögerung zur Entsorgung auf dem Wertstoffhof an, wie Solarmodule, Carbon­fasern oder Lithiumbatterien. Auch diejenigen, die nicht in der Schadstoffannahme tätig sind, müssen diese neuen Wertstoffe erkennen, richtig einsortieren und die rechtlichen Vorgaben im Blick behalten können. Aktuell haben alle Wertstoff­höfe mit der Annahme von Elektroaltgeräten zu kämpfen erst recht, wenn Batterien enthalten sind. Die Entnahme und das ordnungsgemäße Verpacken ist eine Wissenschaft für sich.

Zum Ende jeder Woche wird der vermittelte Lehrinhalt mit einer Lernzielkontrolle überprüft. Wer den Lehrgang vollständig erfolgreich besucht, erhält ein Zeugnis mit den Unterschriften der Akademie Dr. Obladen GmbH, der ia GmbH und des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. Abfallwirtschaft und Stadtsau­berkeit VKS.

Den Link zum Formblatt für die Anmeldung finden Sie hier.



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