Bundesumweltministerium sucht innovative Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel

Mit dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ will das Bundesumweltministerium (BMU) die Anpassungskompetenz in Deutschland stĂ€rken. Gesucht werden Vorhaben mit innovativen Ideen fĂŒr die Anpassung an klimatische VerĂ€nderungen in Deutschland, wie zum Beispiel Hitze oder Starkregen. Die Vorhaben sollen außerdem möglichst viele gesellschaftliche Bereiche einbinden und regionale Kooperationen vertiefen. Mit einer Förderung von bis zu 300.000 Euro unterstĂŒtzt das Programm Unternehmen, Kommunen oder auch Bildungseinrichtungen und VerbĂ€nde.

Die heißen, trockenen Sommer der letzten beiden Jahre 2018 und 2019 sowie die Starkregenereignisse von 2016 und 2017 haben den Klimawandel und seine Folgen stĂ€rker ins öffentliche Bewusstsein gerĂŒckt. Schon heute verursacht der Klimawandel millionenschwere SchĂ€den in Deutschland: Im Jahr 2018 erfasste die Versicherungswirtschaft 2,6 Milliarden Euro an versicherten SchĂ€den an HĂ€usern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch StĂŒrme, Hagel und Starkregen. Bund und LĂ€nder zahlten im gleichen Jahr DĂŒrrehilfen in Höhe von 340 Millionen Euro.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die Folgen des Klimawandels treten auch in Deutschland immer deutlicher zu Tage - mit enormen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit. Dem können wir nur mit vorsorglichem Klimaschutz und wirkungsvoller Anpassung an den Klimawandel begegnen. Beides ist eine Chance fĂŒr eine bessere, lebenswertere Zukunft. Das gilt fĂŒr die Infrastruktur genauso wie fĂŒr Wohngebiete oder die Landwirtschaft. Mit unserem Förderprogramm werden Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und andere lokale Akteure bei der Anpassung an den Klimwandel unterstĂŒtzt."

Das Programm fördert Vorhaben in drei Schwerpunktbereichen: Anpassungskonzepte fĂŒr Unternehmen sowie die Entwicklung von Bildungsmodulen zu Klimawandel und –anpassung. Hier kann jeweils ein Zuschuss von bis zu 100.000 Euro beziehungsweise bis zu 200.000 Euro gewĂ€hrt werden. DarĂŒber hinaus werden kommunale Leuchtturmprojekte, die regionale Zusammenarbeit aufbauen, mit bis zu 300.000 Euro gefördert. Das Förderprogramm setzt auf Ergebnisse mit hoher Übertragbarkeit auf Ă€hnlich betroffene Regionen und Akteure.

Mit der Umsetzung des Förderprogramms hat das BMU die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) beauftragt. Projektskizzen können vom 1. August 2020 bis zum 31. Oktober 2020 bei der ZUG ĂŒber easy-Online eingereicht werden (siehe ZUG-Website). Bei vielversprechenden Skizzen folgt in der zweiten Phase des Auswahlverfahrens die Vorlage eines formellen Förderantrags.

Das Förderprogramm ist Teil der „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS). Mit der DAS sollen Auswirkungen des Klimawandels in den Planungs- und Entscheidungsprozessen öffentlicher und gesellschaftlicher Akteure stĂ€rker berĂŒcksichtigt werden – insbesondere auf kommunaler und lokaler Ebene. Vergangene Förderrunden unterstĂŒtzten beispielsweise Projekte zu Hochwassernetzen und zum Starkregenrisikomanagement, zur Abmilderung urbaner Hitze-Hotspots, zu strategischer Freiraumentwicklung in StĂ€dten oder zu Kooperationen in Weinbau-Landschaften. Ebenso wurden Bildungsmodule in der Landwirtschaft, im Katastrophen- oder im Gesundheitsschutz gefördert. Weitere Informationen zum Förderprogramm



Copyright: © Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (15.06.2020)
 
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