Deutscher Solarmarkt wächst um 30 Prozent

Nachfrage nach Photovoltaiksystemen zog 2019 kr√§ftig an / Wichtigste Wachstumsimpulse: sinkende Preise f√ľr Solaranlagen bei zugleich steigenden Strompreisen, Klimadebatte und Elektromobilit√§t ‚Äď Branche warnt vor Stromerzeugungsl√ľcke und fordert 2020 schnellen Abbau von Marktbarrieren

Berlin, den 31. Dezember 2019: Die Nachfrage nach Solarstromanlagen zog 2019 nach einer ersten Bilanz des Bundesverbandes Solarwirtschaft um rund 30 Prozent an. ‚ÄěWir freuen uns √ľber die Marktbelebung, k√∂nnen aber noch nicht zufrieden sein. Es klaffen gravierende L√ľcken zwischen dem Erreichten und den Klimazielen. Wir werden diese L√ľcken schlie√üen k√∂nnen, wenn wir das Ausbautempo verdreifachen‚Äú, sagt Carsten K√∂rnig, Hauptgesch√§ftsf√ľhrer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW). Auch die Versorgungssicherheit mit bezahlbarer und umweltfreundlicher Energie sei andernfalls gef√§hrdet, warnt er: ‚ÄěOhne einen deutlich schnelleren Ausbau Erneuerbarer Energien droht bereits in der ersten H√§lfte der 20er Jahre eine Stromerzeugungsl√ľcke infolge des Atom- und Kohleausstiegs.‚Äú

Solarenergie genie√üt bereits seit Jahren die h√∂chsten Akzeptanzwerte in der Bev√∂lkerung unter allen Energieformen. Als Gr√ľnde f√ľr die j√ľngste Marktbelebung sieht der BSW vor allem den starken Preisverfall der vergangenen Jahre. Auch die verst√§rkte Klimadebatte und der Ausbau der Elektromobilit√§t steigern nach BSW-Einsch√§tzung die Investitionsbereitschaft in Solartechnik.

Von der Politik w√ľnscht sich der BSW im kommenden Jahr, diese Investitionsbereitschaft noch deutlich st√§rker zu nutzen. K√∂rnig: ‚Äě2020 m√ľssen die Solarenergie-Ausbauziele endlich an die Klimaziele angepasst und Marktbarrieren wie die finanzielle Belastung der solaren Selbst- und Quartiersversorgung endlich abgeschafft werden.‚Äú Am vordringlichsten sei jedoch die gesetzliche Umsetzung der von der Koalition im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 urspr√ľnglich bereits zum Jahreswechsel zugesagten Streichung des 52 GW-F√∂rderdeckels f√ľr Photovoltaik im Erneuerbare-Energien-Gesetz. In der Sache sei sie zwar unstrittig, sie d√ľrfe aber auch nicht l√§nger Gegenstand verhandlungstaktischer Spielchen sein.

‚ÄěDie Abschaffung des Solardeckels muss im Januar abgeschlossen werden‚Äú, fordert K√∂rnig. Aufgrund erwartbarer Vorzieheffekte drohe andernfalls bereits im Fr√ľhjahr 2020 ein Ausbaustopp neuer PV-D√§cher. ‚ÄěNur sehr schnelles Handeln kann diesen klimapolitischen Super-GAU und den damit verbundenen Imageschaden f√ľr die Bundesregierung in letzter Minute noch abwenden. Wer h√§tte angesichts eskalierender Klimasch√§den noch Verst√§ndnis, wenn neben der Windkraft nun auch noch die Photovoltaik als unverzichtbarer Motor der Energiewende abgew√ľrgt w√ľrde?‚Äú

Hintergrund
Eine aktuelle Studie im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft kommt zu dem Schluss, dass der geplante Atom- und Kohleausstieg schon in wenigen Jahren zu Versorgungsengp√§ssen f√ľhren k√∂nnte, wenn j√§hrlich nicht mindestens 10 Gigawatt (GW) an neuer solarer Kraftwerksleistung errichtet werden. Die in Deutschland inzwischen installierten rd. 50 GW decken rd. 9 Prozent des Nettostromverbrauchs. 2019 wurden Solarstromanlagen mit einer Leistung von knapp 4 Gigawatt neu installiert.

Mit Erzeugungskosten von unter 10 Cent je Kilowattstunde kostet Strom vom eigenen Gewerbedach oder Eigenheim nur noch ein Bruchteil gegen√ľber Strom vom Energieversorger. Neue, ebenerdig errichtete Solarstromanlagen im Kraftwerksma√üstab sind in Deutschland bei Stromerzeugungskosten von rd. 5 Cent je Kilowattstunde inzwischen sogar bereits wettbewerbsf√§hig.


¬© BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e. V.

Link zur Originalquelle: https://www.solarwirtschaft.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-im-detail/news/deutscher-solarmarkt-waechst-um-30-prozent.html



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