Mehr Ressourceneffizienz soll Rohstoffe sparen und das Klima schĂŒtzen

Bereits seit 2012 beschreibt das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm ProgRess) Ziele, Leitideen und HandlungsansĂ€tze zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der natĂŒrlichen Ressourcen. Um das Programm möglichst alltags- und praxisnah zu gestalten, hat eine umfassende BĂŒrgerbeteiligung zu ProgRess stattgefunden. Nun startet das Bundesumweltministerium die Beteiligung der LĂ€nder und VerbĂ€nde. Die LĂ€nder und VerbĂ€nde haben bis zum 17. Januar 2020 Zeit, ihre Ideen einzureichen.

Der Entwurf von ProgRess III benennt insgesamt 118 Maßnahmen und Handlungsoptionen. 27 dieser Maßnahmen sind als prioritĂ€r gekennzeichnet, da sie voraussichtlich einen besonders hohen Beitrag zur Ressourceneffizienz haben oder relativ schnell umgesetzt werden können.

Ziel des Programms es, Wirtschafts-und Produktionsweisen in Deutschland schrittweise von PrimĂ€rrohstoffen unabhĂ€ngiger zu machen. In der Fortschreibung werden sowohl AnsĂ€tze aus den vergangenen Jahren weiterentwickelt als auch neue Herausforderungen in den Blick genommen. Die Ressourceneffizienz ist dabei eng mit anderen umweltpolitischen Zielen, insbesondere dem Klimaschutz, verknĂŒpft.

Eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die fĂŒr die Umweltpolitik immer wichtiger wird, ist die Digitalisierung. Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 lĂ€uft eine vierte industrielle Revolution ab, die zu erheblichen Steigerungen der Ressourceneffizienz fĂŒhren kann. ProgRess III nennt Maßnahmen, um diese Potentiale zu heben. Gleichzeitig wird auch thematisiert, dass der Beitrag der Digitalisierung zur Ressourcenschonung stark davon abhĂ€ngt, dass Ressourceneffizienzmaßnahmen z. B. bei Rechenzentren, konsequent umgesetzt werden.

Als ganz neues Themenfeld betrachtet ProgRess III erstmals die Ressourceneffizienzaspekte der MobilitÀt. So ist das Herstellen und Nutzen von Fahrzeugen und ebenso die Herstellung und Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur mit einem hohen Rohstoffbedarf verbunden.

Um ProgRess III auf eine möglichst breite Basis zu stellen und auch alltagsnahe Ideen aufnehmen zu können, wurde eine umfangreiche BĂŒrgerbeteiligung durchgefĂŒhrt. Dazu wurden zunĂ€chst zufĂ€llig ausgewĂ€hlte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger eingeladen im Mai 2019 in zwei BĂŒrgerwerkstĂ€tten in Erfurt und Ludwigshafen sowie einem Jugenddialog in Hannover VorschlĂ€ge zu ausgewĂ€hlten Handlungsfeldern von ProgRess zu entwickeln. Diese Ideen konnten anschließend in einem Online-Dialog von allen Interessierten diskutiert werden. Das Ergebnis des BĂŒrgerdialogs wurde Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 8. November in Form eines BĂŒrgerratschlags ĂŒbergeben. Den BĂŒrgerratschlag und ausfĂŒhrliche Informationen zur BĂŒrgerbeteiligung finden Sie hier https://www.bmu.de/WS5210

Den Entwurf fĂŒr ProgRess III sowie alle Informationen zum Beteiligungsverfahren fĂŒr die LĂ€nder und VerbĂ€nde finden Sie hier: www.bmu.de/GE850



Copyright: © Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (12.12.2019)
 
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