Textilrecycling ‚Äď eine zwingende Voraussetzung

Die Absatzmengen von Textilien steigen schnell und haben sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt. Gleichzeitig nimmt die Qualit√§t vieler Waren ab. So werden Textilien heute weitaus k√ľrzer getragen und in k√ľrzeren Abst√§nden werden neue Textilien gekauft. Der Anteil an nicht wiederverwendbaren Alttextilien wird steigen.

Besonders durch die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie, wonach ab 2025 in Europa Alttextilien flächendeckend zu erfassen sind, wird es zu einer Mengensteigerung an gebrauchten Textilien kommen. Die Menge an nicht wiederverwendbaren Alttextilien wird steigen. Textilrecycling ist daher eine zwingende Herausforderung.

Zurzeit finanziert sich die Erfassung von Alttextilien √ľber den Verkauf von noch markt- und tragf√§higen Alttextilien. Es ist zu erwarten, dass dieses Modell zuk√ľnftig nicht mehr realisierbar sein wird. Zudem ist ein Wandel erforderlich, um die Rohstoffe aus gebrauchten Textilien f√ľr die Herstellung neuer Waren zu nutzen. Daher spricht sich die GftZ f√ľr eine erweiterte Produzentenverantwortung f√ľr Textilien aus.

Im Rahmen des Wettbewerbs muss gew√§hrleistet werden, dass alle Unternehmen gleiche Anforderungen erf√ľllen m√ľssen. Hierzu bedarf es politischer Entscheidungen und gesetzlicher Regelungen mit einer konkreten und interpretationsfreien Beschreibung der Aufgaben und Pflichten. Diese gro√üe Herausforderung ist nur gemeinsam zu erf√ľllen. Hersteller und Entsorger m√ľssen eng zusammenarbeiten.

Dadurch kann ein operatives System aufgebaut werden, um die Kosten f√ľr Infrastruktur, Kommunikation, Fortbildung, Forschung und Entwicklung zu decken. Die Betr√§ge sollen insbesondere die L√ľcke f√ľr den zus√§tzlichen Aufwand f√ľr ein hochwertiges Recycling schlie√üen. √úber das Prinzip einer erweiterten Produzentenverantwortung k√∂nnen zu dem Vorgaben zum Design f√ľr recyclingf√§hige Textilien und den Einsatz von Recyclingfasern gemacht werden. Nur so k√∂nnen Recyclingtechnologien mit dem Ziel einer Fasergewinnung aus gebrauchten Textilien im industriellen Ma√üstab aufgebaut werden.

In Deutschland gibt es eine hohe Fl√§chendeckung bei der Erfassung gebrauchter Textilien. Es gibt jedoch keine Vorgaben oder Anreize f√ľr Hersteller, ihre Waren recyclingf√§hig zu gestalten und auch Fasern aus gebrauchten Textilien einzusetzen. Daher sind entsprechende Rahmenvorgaben zur Umsetzung in individuellen oder kollektiven L√∂sungen gefragt.

Die Gemeinschaft f√ľr textile Zukunft hat sich in einem Diskussionspapier mit dem Thema ‚ÄěHintergr√ľnde und Strategien zum Aufbau eines Systems f√ľr eine erweiterte Produzentenverantwortung f√ľr Textilien‚Äú befasst, abzurufen unter www.textile-zu-kunft.de.

Kontakt:

Gemeinschaft f√ľr textile Zukunft (GftZ)

Reinhardtstraße 3410117 Berlin

T: +49 30 26 93 18 89

F: +49 30 25 797 225

M: gemeinschaft@textile-zukunft.de


¬© Gemeinschaft f√ľr textile Zukunft GbR

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