Klimaschutz nach dem Genussprinzip

Klimaschutz klar verständlich und erstrebenswert dargestellt – das schafft Christof Drexel in seinem Buch Zwei Grad, eine Tonne“. Wie man die eigene CO2-Emission senkt – ein Lesetipp.

Mit Klimaschutz ist es so eine Sache. Es gibt Menschen, die es angesichts der Vielzahl an Problemen – und Möglichkeiten – gleich bleiben lassen. Und dann gibt es andere, die vieles tun und dennoch das Gefühl haben, nichts zu erreichen. In seinem Buch „Zwei Grad, eine Tonne“ schafft Christof Drexel Abhilfe. Denn er macht ganz konkret greifbar und berechenbar, was Handlungen in einzelnen Lebensbereichen bewirken können. Und dass sie nötig sind und gleichzeitig lustvoll sein können.

Anhand von elf Themenfeldern beschreibt Drexel das CO2-Vermeidungspotenzial, z.B. Ernährung Bauen und Wohnen, Urlaub und Sonstiger Konsum. Grundlegend ist für ihn die Kombination von drei Strategien: Effizienz, Lebensstilveränderung und erneuerbare Energie. Verschränkt man diese drei Bereiche, lässt sich vieles bewirken. Und das ist auch messbar. Drexel liefert Listen und Tabellen, die erkennen lassen, wie viel CO2 man selbst emittiert. Durchschnittlich sind das 12 Tonnen CO2 pro Jahr. Und auch das Potenzial in den einzelnen Bereichen wird dargestellt. Ändert man etwa den Lebensstil (eine der 3 Strategien), kann man 3,5 Tonnen einsparen, Effizienzverbesserungen bringen ca. 4,34 Tonnen und Erneuerbare Energien 3,15 Tonnen CO2-Reduktion. Kombiniert man alle drei Strategien, bleibt nur eine Tonne über. Das ist auch nötig, um die globale Erwärmung unter dem gefährlichen Ausmaß von 2 Grad zu halten.

Auf manche Lösungen in der Industrie oder der Energieversorgung hat man nur bedingt Einfluss. Man kann sich als Einzelperson aber zum Beispiel an Protesten beteiligen oder in Organisationen einbringen, die sich für eine positive Veränderung einsetzen. Engagement wirkt!

Sehr spannend ist auch ein literarisches Zwischenkapitel: Der Gastautor Wolfgang Mörth versetzt sich in das Jahr 2044 und beschreibt, wie eine Welt aussehen könnte, in der das Klimaziel bereits erreicht ist und vor allem, wie es dazu kam.

Auf der Website „Zwei Grad. Eine Tonne“ kann man einen Blick ins Buch werfen, Videos ansehen und auch die Hintergrundberechnungen (gegliedert nach Bereichen) downloaden.

Mehr Infos
Website: Zwei Grad. Eine Tonne.


© VABÖ-Verband Abfallberatung Österreich



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