bvse lehnt Plastikt√ľtenverbot als Symbolpolitik ab

Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein Verbot von Plastikt√ľten auf den Weg gebracht. Das st√∂√üt auf Widerspruch des bvse-Bundesverband Sekund√§rrohstoffe und Entsorgung.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Plastikt√ľten mit einer Wandst√§rke unter 50 Mikrometer k√ľnftig verboten werden. Ausnahmen gibt es f√ľr sogenannte Hemdchenbeutel, da deren Verbot derzeit eher zu mehr als zu weniger Verpackungsabf√§llen f√ľhren w√ľrde.

Der bvse lehnt das Verbot von Kunststofft√ľten ab. "Wir vermuten hinter dieser Entscheidung blo√üe Symbolpolitik", erkl√§rte bvse-Hauptgesch√§ftsf√ľhrer Eric Rehbock.

Kunststofftragetaschen seien optimiert hinsichtlich Materialaufwand und Tragef√§higkeit und damit w√ľrde schon jetzt das Vermeidungsprinzip des Kreislaufwirtschaftsgesetzes konsequent umgesetzt, f√ľhrte der bvse in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf aus.

Die allgemeine Lebenserfahrung zeige zudem, dass Kunststofftragetaschen f√ľr das Einkaufen h√§ufig mehrfach benutzt werden, also eine umfangreiche Zweit- und Mehrfachnutzung erfahren. Und dies schlie√üe auch eine Letztnutzung, n√§mlich die Verwendung von Kunststofftragetaschen als M√ľllt√ľten, mit ein. In Deutschland k√∂nne au√üerdem kaum ein Littering von Kunststofftragetaschen festgestellt werden. Umfangreiche Sammelsysteme f√ľr Leichtverpackungen und Restm√ľll verhinderten effektiv deren Eintrag in die Umwelt.



Copyright: © bvse-Bundesverband Sekund√§rrohstoffe und Entsorgung (06.11.2019)
 
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