EU-Produktpolitik muss so gestaltet werden, dass sie zu einer Kreislaufwirtschaft beiträgt

Die EU Kommission will f√ľr die Produktpolitik einen Rahmen schaffen, der zur Kreislaufwirtschaft bzw. zu einer ‚ÄěCircular Economy‚Äú beitr√§gt. Hierzu wurde 2018 eine Roadmap ver√∂ffentlicht, zu der bis Juni 2018 Feedback gegeben werden konnte. Daran schloss sich nun die √∂ffentliche Konsultation an, die Ende Januar beendet wurde.

Die F√∂rderung einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft hat die EU bereits im Jahr 2015 im Rahmendes ‚ÄěCircular Economy Action Plan 1‚Äú angek√ľndigt. Nun sollen Ma√ünahmen zur Umsetzung ergriffen werden, vor allem im Bereich Produktpolitik: Vom Produktdesign √ľber die Reparaturf√§higkeit und damit einer l√§ngeren Verwendung bis zur Wiederverwendung und dem Recycling. Gerade bei Elektroger√§ten werden zu viele wertvolle Ressourcen und kritische Rohstoffe verschwendet. Folgende Problemfelder sollen u. a. betrachtet werden:

  • Reparaturf√§higkeit und Wiederverwendung
  • Preisgestaltung, die die Umweltkosten nicht ber√ľcksichtigen Eine Vielzahl an ‚Äě√Ėkolabels‚Äú, die die Verbraucher verwirren: Hier wird √ľberlegt, ob das EU-Ecolabel √ľberarbeitet werden soll Vielzahl an EU-Vorschriften, die z. T. die gleichen Produktgruppen betreffen
  • Es sollen Produktgruppen mit einem besonders hohen kreislaufwirtschaftlichen Potenzial ermittelt werden
  • Umweltinformationssystem und andere vorhandene Initiativen f√ľr mehr Transparenz f√ľr den Verbraucher sollen ber√ľcksichtigt werden, wie der ‚ÄěUmweltfu√üabdruck‚Äú, das EU-Ecolabel, das √∂ffentliche Beschaffungswesen, Abfallgesetzgebung, Kunststoffstrategie, Studien zur Nachhaltigkeit, etc.


Die DGAW unterst√ľtzt die Initiativen der EU, den Produktlebenszyklus zu verl√§ngern, die Reparaturf√§higkeit der Produkte zu vereinfachen und mehr Transparenz f√ľr die Konsumenten zu schaffen, insbesondere durch klare Labels, die den ‚ÄěUmweltfu√üabdruck‚Äú des Produkts und damit die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertsch√∂pfungskette darstellen. Dies ist als Grundlage f√ľr eine √∂kologische Kaufentscheidung notwendig.


Der Entwurf eines umfassenden Ecolabels wird jedoch sicher zur Herausforderung: Was soll das Label am Ende genau aussagen? Ein ideales System m√ľsste dann f√ľr alle Branchen G√ľltigkeit haben und in der Lage sein, alternative Produkte zu nennen, die nachhaltiger sind. Auch Produktrankings w√§ren denkbar. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Bewertungsplattformen d√ľrfte das aber wenigstens technisch zu l√∂sen sein.


W√ľnschenswert w√§re es dann, wenn sich dies am Ende auch im Preis widerspiegelt und die Produkte bzw. die Hersteller im Rahmen der Produktverantwortung die derzeit noch externen Umweltkosten internalisieren w√ľrden.
Die öffentliche Beschaffung sollte als Vorreiter auftreten und die Beschaffungsrichtlinien im Sinne einer nachhaltigen Beschaffung entsprechend ändern und Mitarbeiter dahingehend schulen.



Copyright: © DGAW - Deutsche Gesellschaft f√ľr Abfallwirtschaft e.V. (27.03.2019)
 
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