Biomasse-Forum 2019


Kohlenstoffquellen durch Humuszertifikate-Handel ökonomische Anreize geben
Wolfgang Abler
Landwirtschaft wird mit bis zu 24 % an den Klimagasemissionen verantwortlich gemacht, schreibt der Weltklimarat IPCC. Der Input an endlichen Ressourcen f√ľr die landwirtschaftliche Produktion, wie z. B. √Ėl, Kohle, Gas, Phosphor, aber auch Land an sich, sind nicht nachhaltig. An anderer Stelle werden vorhandene Ressourcen, wie Biomasse, biogene Reststoffe, N√§hrstoffe im landwirtschaftlichen Kreislauf, aber auch menschliche Exkremente, verschwendet.
Entwicklung, Stand und Perspektiven beim Einsatz von Kompost und anderen Sekund√§rrohstoffd√ľngern in der √∂kologischen Landwirtschaft
Dipl.-Ing. Ralf Gottschall
Die getrennte Sammlung organischer Reststoffe aus Haushaltungen in ‚ÄěBiotonnen‚Äú mit nachfolgender Kompostierung (‚ÄěBiogutkompostierung‚Äú) wurde in Westdeutschland Anfang der 1980er Jahren zun√§chst ganz wesentlich aus dem √∂kologischen Landbau heraus entwickelt, n√§mlich durch das Fachgebiet √∂kologischer Landbau (F√ĖL) der Universit√§t Kassel (fr√ľher: FMAL ‚Äď Fachgebiet Methoden des Alternativen Landbaus).
Wertschöpfungskette und Erlösmöglichkeiten von Biomethan als Kraftstoff
Dr. Helmut Kern
Die geplante Energiewende in Deutschland wird seit dem Inkrafttreten des EEG im Jahre 2000 vor allem auf den Stromsektor bezogen. Dabei sind die Energiebedarfsmengen anderer Sektoren, wie die Wärmeerzeugung und der Kraftstoffbereich, ungleich höher.
Stand und Potenziale der Biogutverwertung in Deutschland
Dr.-Ing. Michael Kern, Dipl.-Ing. Jörg Siepenkothen
Die Bioabfallerfassung ist eine Erfolgsgeschichte, steht aber noch vor vielen Herausforderungen. Neben der Qualit√§t (die nicht Gegenstand dieser Betrachtung war) steht vor allem die umf√§ngliche Erfassung von nativer k√ľchenst√§mmiger Organik im Vordergrund. Die Erfassungs- und Verwertungsleistung dieser Abfallfraktion ist vollkommen unbefriedigend und die Potenziale sind bei Weitem noch nicht ausgesch√∂pft.
Aktion Biotonne Deutschland
Dr. Martin Lichtl
Die getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfall in privaten Haushalten kann die Kreislaufwirtschaft einen entscheidenden Schritt voranbringen. Voraussetzung ist ein engagiertes und diszipliniertes Sammelverhalten der B√ľrger, wozu vor allem √Ėffentlichkeitsarbeit motivieren muss und was die ‚ÄěBiotonnen-Kommunikation‚Äú zu einer K√∂nigsdisziplin in der Abfallwirtschaftskommunikation macht.
N√§hrstoffbilanz des √Ėkolandbaus in Hessen und m√∂glicher Beitrag der Kompostwirtschaft
Dipl.-Ing. Thomas Raussen, Dr. Felix Richter, Dr.-Ing. Michael Kern, Dipl.-Ing. Ralf Gottschall, Dr. Christian Bruns
Vor dem Hintergrund stetiger Fl√§chen- und Betriebszuw√§chse im √∂kologischen Landbau (√ĖL) in Hessen, die zunehmend auch viehlose Bewirtschaftungssysteme umfassen, stellt sich die Frage nach dem Bedarf an externer N√§hrstoffzufuhr f√ľr diese Fl√§chen und Betriebe. Gleichzeitig stehen mit Komposten aus Biogut und Gr√ľngut externe organische D√ľngemittel zur Verf√ľgung, deren Erzeugung, ebenso wie die daf√ľr notwendige getrennte Erfassung haushaltsst√§mmiger Bioabf√§lle, urspr√ľnglich als N√§hrstoffrecycling f√ľr den √ĖL konzipiert wurde.
Biokohlen aus Rest- und Abfallstoffen ‚Äď Herstellungsverfahren, Spezifikationen und aktuelle Anwendungen
Prof. Dr.-Ing. Achim Loewen
Klimaschutz und ein effizienter Umgang mit Ressourcen sind wesentliche Basis eines nachhaltigen Wirtschaftens. Die stoffliche und energetische Verwertung von biogenen Abf√§llen und Reststoffen kann dabei eine wesentliche Rolle spielen. Hierzu existiert inzwischen eine Vielzahl an thermochemischen, chemischen, physikalischen und biologischen Verfahren f√ľr unterschiedlichste Einsatzstoffe und Produkte
Weiterentwicklung des organischen Stoffstrommanagements im Landkreis Nordhausen ‚Äď Biogas, Brennstoff, Kompost
Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) Thomas Mund
Im noch umzusetzenden Heizkonzept soll die W√§rmeherstellung f√ľr den Betriebshof der Stadtwerke Nordhausen und zweier angrenzender Wohnbl√∂cke mit insgesamt ca. 1.500.000 kWh p. a. durch Verbrennung des Brennstoffs aus Gr√ľngut erfolgen. Durch die Ersetzung fossiler Energietr√§ger durch erneuerbare leistet die Entsorgungswirtschaft im Landkreis Nordhausen einen weiteren positiven Klimabeitrag.
Herausforderungen und Perspektiven der Bioabfallwirtschaft
Dipl. agr. Ing. Michael Schneider, Sarah Röhlen, Niklas Keßel
Die Bioabfallwirtschaft hat sich als zentrale S√§ule der modernen Kreislaufwirtschaft etabliert. Natur- und Umweltverb√§nde, wie der NABU und die DUH, fordern einen Ausbau der getrennten Erfassung von Bioabf√§llen. Eine Gefahr f√ľr die Bioabfallwirtschaft stellen verst√§rkt aufkommende mediale Berichte dar, in denen selbst sehr kleine Mengen an Fremdstoffen in Kompostprodukten angeprangert werden. Zur Reduzierung der Fremdstoffgehalte im Kompost m√ľssen insbesondere die √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger ihre Anstrengungen verst√§rken, um vor allem Biogut in hoher Qualit√§t erfassen zu k√∂nnen.
Qualit√§tsmanagement von Bioabfall und Kompost ‚Äď Erfolgreiche Ma√ünahmen zur Reduzierung von Fremdstoffgehalten
J√ľrgen Schrewe
Die Entsorgungswirtschaft Soest GmbH hat im Jahr 2016 die ‚ÄěQualit√§tsoffensive Bioabf√§lle‚Äú gestartet. Nach √úberzeugung der Kommunen und entsprechender Anpassungen der Abfallsatzungen werden seit Anfang 2017 regelm√§√üig Kontrollen bei der Abfuhr der Biotonnen durchgef√ľhrt. Durch eine konsequente Umsetzung in allen Kommunen und einer begleitenden √Ėffentlichkeitsarbeit fand ein Umdenken der B√ľrger und B√ľrgerinnen statt. Die schon im ersten Jahr erzielte Qualit√§t des B√∂rdekomposts liegt weit unter den relevanten Grenzwerten der Bundesg√ľtegemeinschaft Kompost (BGK). Um die Qualit√§t langfristig zu sichern, sind regelm√§√üige Kontrollen notwendig. Die Beteiligung an der Kampagne #wirfuerbio unterst√ľtzt die √Ėffentlichkeitsarbeit.
AVR Bioabfallverg√§rungsanlage in Sinsheim ‚Äď Erste Erfahrungen mit der Bioabfallverg√§rungsanlage
Jochen Sch√ľtz
Um einerseits zur Erf√ľllung der Entsorgungspflichten des Rhein-Neckar-Kreises die Verwertung der anfallenden Bio- und Gr√ľnabf√§lle sicherzustellen und andererseits das energetische und stoffliche Potenzial der getrennt erfassten biogenen Abf√§lle vollst√§ndig nutzen zu k√∂nnen, wurde am Standort der Deponie Sinsheim, unter Einbeziehung der in den Sommermonaten bisher ungenutzten W√§rme aus dem Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) der AVR Energie GmbH, eine neue Bioabfallverg√§rungsanlage errichtet. Die geplante Bioabfallverg√§rungsanlage ist dahingehend konzipiert, dass die G√§rsuspension nach der Verg√§rung unter Einsatz der W√§rme des BMHKW getrocknet wird und keine fl√ľssigen G√§rreste entstehen. Das in der Verg√§rung entstehende Biogas wird einer Biogasaufbereitungsanlage zugef√ľhrt, zu Biomethan aufbereitet und anschlie√üend in das Erdgasnetz eingespeist.
Modellvorhaben ‚ÄěHolzige Biomasse‚Äú ‚Äď Erfahrungen mit der Umsetzung des Gr√ľngutkonzepts im Werra-Mei√üner-Kreis
Dr. Rainer Wallmann, Dr. Felix Richter, Jana Wagner, Matthias Wenderoth
Das vom Land Hessen gef√∂rderte Modellvorhaben ‚ÄěHolzige Biomasse im Werra-Mei√üner-Kreis‚Äú ist nach einer erfolgreich beendeten Konzeptphase in die dreij√§hrige Umsetzungsphase gestartet, in der unter anderem ein kreisweites Gr√ľngutkonzept realisiert werden soll. Dabei soll in jeder Kommune des Landkreises, der als √∂ffentlich- rechtlicher Entsorgungstr√§ger bislang keine separate Gr√ľnguterfassung durchf√ľhrt, mindestens eine Gr√ľngutsammelstelle eingerichtet werden.
Ausbau und Weiterentwicklung der Bioabfallvergärungsanlage Dresden
Gessler Marion
Mit dem Kauf der Bioabfallverg√§rungsanlage Dresden ist der MVV Energie Gruppe ein schneller Markteintritt gelungen. Im Endausbau wird diese Bioabfallverg√§rungsanlage mit Biogasaufbereitung und -einspeisung eine hochwertige klimaschonende und effiziente Nutzung kommunaler Bioabf√§lle, die die CO2-Bilanz der Kommunen verbessert und mit dem Ersatz fossiler Energietr√§ger einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leistet. Die BAV Dresden ist ein wichtiger Meilenstein f√ľr MVV mit einer steilen Lernkurve im Betrieb, Anlagenbau, Stoffstrommanagement und aus energiewirtschaftlicher Sicht. MVV zeigt sich in Dresden als verl√§sslicher Partner und verantwortungsvoller Akteur in der Bioabfallverg√§rung und setzt hier die Energiewende erfolgreich um!
Kompostvermarktung mit Gewinn, geht das?
Karl-Friedrich Engl
Das BBG Donau-Wald ist ein Kommunalunternehmen, welches im Jahr 1996 vom ZAW Zweckverband Abfallwirtschaft Donau-Wald als Tochterunternehmen gezielt f√ľr die Aufbereitung von Bioabf√§llen und Gr√ľngut sowie die Vermarktung der Komposte und Erden gegr√ľndet wurde.
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