Wasserwirtschaft 12/2014


Ein numerisches Modell zur Simulation und Vorhersage von Eis auf der Elbe
Dipl.-Met. Christoph Deyhle
Eisbildung auf Fl√ľssen behindert die Schifffahrt und kann in extremen F√§llen zu besonders kritischen Hochwasserereignissen f√ľhren. Das numerische Eismodell RICE wurde an die Elbe zwischen deutsch-tschechischer Grenze und Geesthacht angepasst. Die Simulationsergebnisse sind befriedigend bis gut. Erg√§nzende Bausteine wurden entwickelt, um RICE f√ľr die Eisvorhersage zu nutzen. Im Testbetrieb erzielte Vorhersageergebnisse sind zufriedenstellend.
Kältere und wärmere Trockengebiete der Erde
Dr. Peter Janetzko
Betrachtet man die zentralen und nord√∂stlichen Bereiche der Kontinente, so fallen k√§ltere Trockengebiete (Steppen und W√ľsten) n√∂rdlich von sich latitudinal (etwa W-O) erstreckenden Gebirgsz√ľgen auf. Es handelt sich dabei um hochaufragende Gebirgsz√ľge unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Entstehung, solche um Gebirge aus dem Erdaltertum sowie aus dem Erdmittelalter bzw. der Erdneuzeit (Kreide ‚Äď Terti√§r). Beide sind durch Einengungen in der Erdkruste als Faltengebirge entstanden, erstere jedoch als Bruchschollen sp√§ter angehoben und damit zu Hochgebirgen geworden.
Bewertung und Klassifizierung der Oberflächengewässer in Polen gemäß den WRRL-Anforderungen
Dr.-Ing. habil. Tomasz KaŇāuŇľa, Dr.-Ing. Karol Pietruczuk, Prof. Krzysztof Szoszkiewicz, Dr.-Ing. habil. Tomasz TymiŇĄski
Nach der Einf√ľhrung der WRRL in Polen wurden Methoden f√ľr die Bewertung und Klassifizierung der Oberfl√§chengew√§sser auf der Basis von biologischen Parametern entwickelt. Der Beitrag stellt die in Polen aktuell angewandten Methoden in Bezug auf die Fl√ľsse vor und zeigt die Ergebnisse der √úberwachung in den Jahren 2010 bis 2012 in der Region Gro√üpolen (Wielkopolska), die auf der Grundlage neuer Methoden erzielt wurden.
Transformationsprozess der Hochwasserwelle am Beispiel des Hochwassers der Lausitzer Neiße
Dr.-Ing. Ryszard Kosierb
Das Hochwasser, das im August 2010 in dem Oberlauf des Einzugsgebietes der Lausitzer Nei√üe aufgetreten ist, war eine Katastrophe. Die heftigsten Niederschl√§ge traten am 7. August in den Morgenstunden auf, die auf den bereits ges√§ttigten Boden im Einzugsgebiet getroffen sind. Das hatte einen schnellen Anstieg der Wasserst√§nde in allen Wasserl√§ufen zur Folge. Besonders an den Fl√ľssen Mandau, Miedzianka und Witka (Smeda) kam es zu pl√∂tzlichen Hochwasserereignissen mit katastrophalen Folgen. Der Abfluss oberhalb des Bemessungshochwassers √ľber die Dammkrone der Talsperre Nied√≥w an der Witka verursachte die Zerst√∂rung der Talsperre. Die durchgef√ľhrten Untersuchungen zeigten allerdings, dass die Zerst√∂rung der Talsperre Nied√≥w keinen gro√üen Einfluss auf den Anstieg der Hochwassergefahr im Zentrum der St√§dte Zgorzelec und G√∂rlitz hatte.
Neue Versuchsanstalt f√ľr Wasserbau auf dem Campusgel√§nde H√∂nggerberg der ETH Z√ľrich
Dipl.-Ing. Adriano Lais, Prof. Dr. Robert Boes
Nach erster Kl√§rung der Nutzerbed√ľrfnisse im November 2008 und einer Planungszeit von rund 2,5 Jahren erfolgte im Oktober 2011 der Spatenstich des Bauvorhabens der neuen Versuchsanstalt f√ľr Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) am Stammsitz des Departements Bau, Umwelt und Geomatik (D-BAUG) auf dem Campus H√∂nggerberg der ETH Z√ľrich. Der gro√üe Sanierungsbedarf des altehrw√ľrdigen VAW-Geb√§udes an der Gloriastra√üe in Z√ľrich, verbunden mit dem gro√üen Bedarf an Laborfl√§chen im Areal Zentrum f√ľhrte zum Entscheid, die Versuchsanstalt auf den H√∂nggerberg zu verlegen und das VAW-Geb√§ude durch ein Forschungsgeb√§ude f√ľr das Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Z√ľrich zu ersetzen.
Umstrukturierung und Sanierung des Wasserversorgungsnetzes von Zarqa, Jordanien
Dipl.-Ing. Heribert Meyer
Das Gouvernement Zarqa befindet sich im Nordosten von Amman in der Zentralregion von Jordanien. Die Bev√∂lkerung in dieser Region mit einer Fl√§che von 4 761 Quadratkilometern wird bis 2030 von heute 871 600 Einwohnern auf voraussichtlich 1 690 000 Einwohner wachsen. Um den Bed√ľrfnissen dieser wachsenden Bev√∂lkerung gerecht zu werden und die Einschr√§nkungen des gegenw√§rtigen Wasserversorgungsnetzes anzugehen, finanziert die Millennium Challenge Corporation eine umfassende Umstrukturierung des Netzes einschlie√ülich des Ausbaus der Wasserversorgungsgebiete (Water Supply Areas WSA), der Wasserverteilungsgebiete (Distribution Areas DA) und der Messzonen (District Metering Areas DMA).
Teilsicherheitsbeiwerte beim Standsicherheitsnachweis von Gewichtsstaumauern
Dipl.-Ing. Frank Roesler, Maximilian Knallinger
Bei der Harmonisierung der Bauwerksnormen auf europ√§ischer Ebene in den Eurocodes (EC) wurde in den meisten Fachdisziplinen das Konzept der Teilsicherheiten umgesetzt. Im Gegensatz dazu verwendet die im Jahr 2004 ver√∂ffentlichte und f√ľr den Standsicherheitsnachweis von Absperrbauwerken an Talsperren ma√ügebende DIN 19 700-11 noch das globale Sicherheitskonzept. Daher wurde Anfang des Jahres 2011 innerhalb des DWA-Fachausschusses Talsperren und Flusssperren die Arbeitsgruppe WW-4.7 ‚ÄěTragsicherheitsnachweise bei Absperrbauwerken von Talsperren ‚Äď Konzept der Teilsicherheitsbeiwerte‚Äú geschaffen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine methodische Vorgehensweise bei der Durchf√ľhrung von Tragsicherheitsnachweisen f√ľr Stauanlagen zu erarbeiten, die dem Konzept der Teilsicherheitsbeiwerte folgt. Der hier vorliegende Beitrag berichtet √ľber das methodische Vorgehen bei der Festlegung von Teilsicherheitsbeiwerten f√ľr Gewichtsstaumauern und stellt entsprechende Vergleichsrechnungen vor.
N√§hrstoffaustr√§ge aus landwirtschaftlichen Nutzfl√§chen √ľber den Dr√§nagepfad
Dr. Nadine Tauchnitz, Dr. Joachim Bischoff, Dr. Matthias Schrödter, Prof. Dr. Ralph Meißner, Dr. Holger Rupp
Dr√§nagen z√§hlen zu den Hauptquellen diffuser N√§hrstoffeintr√§ge aus landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen und tragen damit erheblich zur diffusen Belastung von Grund- und Oberfl√§chengew√§ssern bei. Ziel des Projektes war die zeitlich hochaufl√∂sende Messung von N√§hrstoffaustr√§gen √ľber den Dr√§nagepfad und deren Bilanzierung. Im vorliegenden Beitrag werden Ergebnisse zur Methodik der Untersuchungen, zur H√∂he der Stoffaustr√§ge und daraus abgeleitete praxiswirksame Ma√ünahmen zur Reduktion vorgestellt.
Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die j√ľngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Ums√§tze werden im Verh√§ltnis 30 zu 70 (70% f√ľr den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...