Stabilisierung des Boden-pH-Werts bei elektrokinetischen In-situ- Sanierungsmaßnahmen

Bei der elektrokinetischen Behandlung von Böden, Schlämmen oder anderen wäßrigen Medien kommt es infolge der Elektrolyse des Wassers zu Änderungen des pH-Werts in den Elektrodenräumen und auch in den angrenzenden Bereichen des zu behandelnden Bodens.

Technisch erfolgt die Einspeisung des Stroms häufig über sogenannte „Brunnenfilterelektroden„, bei denen die z.B. metallischen Elektroden (Leiter 1. Art) mit dem in den Brunnen stehenden Wasser (Leiter 2. Art) in Kontakt stehen. Aber auch wenn Metallelektroden direkt in den Boden eingebracht werden, erfolgt der Ladungstransfer immer an der Grenzfläche zwischen einem Leiter 1. Art und dem Grund- oder Stauwasser, bzw. dem Porenwasser des Bodens (Leiter 2.Art). Dieser Ladungstransfer erfolgt grundsätzlich über elektrochemische Reaktionen an denen im allgemeinen Wasser und seine Protolyseprodukte beteiligt sind.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Elektrokinetische Verfahren - Fachtagung 2000 (November 2000)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Thomas Goldmann

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