Kostenstrukturen im Flächenrecycling in Anlehnung an die DIN 276

Die Revitalisierung von Brachflächen als Element der städtebaulichen Planung leistet einen Beitrag zur Verminderung des durch öffentliche und private Bauleistungen fortschreitenden Flächenverbrauchs und ist gleichzeitig Bestandteil des aktiven Bodenschutzes.

Der in den bisher realisierten Flächenrecyclingmaßnahmen gewonnene Erkenntnisstand zeigt, dass es sich hierbei um sehr komplexe Maßnahmen handeln kann, die in ihrer Struktur und Kosten-/Nutzenwirksamkeit besonderer Transparenz bedürfen, um eine wirtschaftliche Projektentwicklung in ihren einzelnen Phasen zu gewährleisten. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Geschäftsfeldes Flächenrecycling ist das Bemühen vieler Kommunen und Landesdienststellen, über Informationssysteme Brachflächenkataster transparent aufzuarbeiten, um den Beteiligten weitestgehende Informationssicherheit bereitzustellen. Weiterhin wurde in den letzten Jahren verstärkt versucht, durch Untersuchungen und Auswertungen realisierter Flächenrecyclingmaßnahmen sowie gezielter Forschungsaktivitäten Defizite im Handlungsvollzug aufzuzeigen und verstärkt Orientierungshilfen für Maßnahmenträger des Flächenrecyclings bereitzustellen. Der vorliegende Entwurf -Kostenstrukturen des Flächenrecycling auf Grundlage der DIN 276 versteht sich als ein Beitrag zur Gliederung von Vorgängen und ihrer kostenmäßigen Zuordnung und lehnt sich an die im Hochbau bewährte Kostengliederung der DIN an. Der Entwurf richtet sich an Kommunen, Planer und Investoren und soll dazu beitragen, die in der städtebaulichen Entwicklung anfallenden Prozesse auf eine einheitliche, strukturelle Grundlage zu stellen. Gerade den Kostenermittlungen im Vorfeld einer Projektentwicklung kommt eine besondere Bedeutung im Rahmen von städtebaulichen Voruntersuchungen zu, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abzubilden.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 4. Karlsruher Altlastenseminar - 2003 (Mai 2003)
Seiten: 24
Preis: € 12,00
Autor: Dipl.- Ing. Wilko Werner
Uwe Kerl

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Kontaminierte Bausubstanz - Erkundung, Bewertung, Entsorgung
© Bayerisches Landesamt für Umwelt (7/2010)
Arbeitshilfe Kontrollierter Gebäuderückbau

Flächenrecycling als Instrument einer erfolgreichen kommunalen Raumplanung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2008)
Westlich angrenzend an die Bezirkshauptstadt Bruck an der Mur in Richtung Leoben liegt beiderseits der Mur das rund 47 km² große Gemeindegebiet von Oberaich. Wird der nördliche Teil der etwa 2.900 Einwohner zählenden Gemeinde vom Madereck mit 1.050 m ü.A. markant bestimmt, so prägen im Süden die Ausläufer der Hochalpe, deren höchste Erhebung im Gemeindegebiet das Roßeck mit 1.664 m ü.A. ist, das Landschaftsbild. Den eigentlichen Siedlungsraum stellen der nur etwa einen km breite Bereich des Murtales auf 500 m Seehöhe sowie das Utschtal mit seinen Seitengräben dar.

Flächenrecyclingpreis Baden-Württemberg 2006
© Rhombos Verlag (4/2006)
Erfolgreiche Projekte ausgezeichnet

Die Konversion militärischer Liegenschaften in Karlsruhe am Beispiel der Kaserne Neureut
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (5/2003)
Bei der Konversion von militärischen Liegenschaften handelt es sich oft um Aufgabenstellungen, welche häufig nicht mit den gewohnten administrativen Instrumenten zu bewältigen sind.

Landschaftsverbrauch und Flächenrecycling – Eine Einführung
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (6/2002)
Das Thema Brachflächenrecycling ist vielschichtig und beinhaltet die unterschiedlichsten Aspekte [1]. Revitalisierungen bergen oft Interessenkonflikte, es müssen für alle Parteien vertretbare Kompromisse gefunden werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?