Erkundung von Brunnenbaustandorten mittels Satellitendaten

Um die Wasserversorgung von mehr als 180.000 sudanesischen Flüchtlingen im Tschad sicherzustellen, vertraute das UN-Flüchtlingshilfswerk United Nations High Commission for Refugees (UNHCR) auf Hilfe aus dem Weltraum: Anhand von Satellitendaten suchte die beauftragte Firma Radar Technologies France (RTF) nach verborgenen Wasservorkommen und geeigneten Standorten für Brunnenbohrungen.

Rund 180.000 Sudanesen sind aus der Krisenregion Darfur in die Wüstenregion im östlichen Tschad geflüchtet. In der schwer zugänglichen und wenig entwickelten Region stellt die Versorgung der Flüchtlinge mit Wasser eines der dringlichsten Probleme dar. Nach UNHCR-Standards wird pro Person und Tag eine Wasserration von 15 Litern veranschlagt – in der Realität bleibt die Erfüllung dieser Standards oft nur ein Traum. Angesichts der rasant steigenden Anzahl der Flüchtlinge wurden im Grenzgebiet zwischen Tschad und Sudan dringend riesige Wasserreserven benötigt, um die Flüchtlingsstandorte langfristig mit Wasser zu versorgen, ohne die Ressourcen der ansässigen lokalen Bevölkerung zu erschöpfen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 12 - 2005 (Dezember 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dr. Alain Gachet

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