Technische Regeln im Spannungsfeld zwischen Selbstverwaltung und gesetzlichen Vorgaben

Normen gewinnen durch die zunehmende Komplexität der technischen Welt noch mehr an Bedeutung. Sie helfen zum einen Sicherheitsstandards zu gewährleisten und tragen zum anderen zur Vereinheitlichung von Verfahren und Systemen bei.

Wenn man heute an Normen denkt, sind fast immer technische Normen gemeint; Normen sind ein selbstverständlicher Bestandteil der technischen Welt. Dabei liegen auch anderen Lebensbereichen oftmals Normen zu Grunde. In der Ethik beispielsweise gelten Normen als Orientierungshilfe für die Ausrichtung menschlichen Handelns und in der Soziologie beschreiben Normen bestimmte Handlungserwartungen. Normen spiegeln dabei in freiwilliger Übernahme von Pflichten und Verpflichtungen das „Gesollte“ – das als richtig Erkannte – wider; sie haben einen ausrichtenden und keinen richtenden Charakter. Normen sind Konventionen und damit von vornherein relativierbar gedacht; sie beinhalten systemimmanent die Freiheit, sich daran zu orientieren oder auch nicht.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 7_8-2005 (Juli 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Gerhard Cyris

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