Mobile und stationäre Wärmespeichersysteme

Wärmespeicher können im Allgemeinen zunächst nicht nutzbare thermische Energie durch zeitliche oder örtliche Verschiebung einer Nutzung zuführen. Beispielsweise kann Sonnenenergie aus dem Sommer in den Winter übertragen oder Abwärme aus einem industriellen Betrieb in einer Wohnsiedlung zum Heizen im Winter und zur Kühlung im Sommer genutzt werden. Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist die Nutzung der Abwärme von Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Unter den gegenwärtigen Randbedingungen kann die Nutzung dieser Abwärme direkt zu einem finanziellen Gewinn beitragen und damit die Wirtschaftlichkeit eines eingesetzten Speichersystems steigern.

Die erwähnten Anwendungen von Wärmespeichern reduzieren den Einsatz von Primärenergie, die größtenteils in Form fossiler Brennstoffe bereitgestellt wird. Damit können thermische Energiespeicher einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2 Ausstoßes leisten. Auch diese Vermeidung von CO2 Emissionen wird sich positiv auf Wirtschaftlichkeit der Speichersysteme auswirken. Die heute existierenden technischen Lösungen zur thermischen Energiespeicherung lassen sich in drei Klassen einteilen: Speicher sensibler Wärme (z.B. Warmwasserspeicher), Latentwärmespeicher und Wärmespeicher, die auf umkehrbaren chemischen Reaktionen beruhen (z.B. Sorptionsspeicher).
Bei Speichern sensibler oder fühlbarer Wärme wird das Speichermedium erwärmt (oder abgekühlt) und eine dem nutzbaren Temperaturunterschied entsprechende Wärmemenge in isolierten Behältern gespeichert. Latentwärmespeicher nutzen zusätzlich noch die Energie, die in einem Phasenübergang steckt, wenn das Speichermedium geschmolzen oder gar verdampft wird. Nutzt man zur Wärmespeicherung chemische Reaktionen lassen sich noch höhere Speicherdichten erreichen. Sorptionsprozesse sind dafür ein gutes Beispiel.



Copyright: © OTH Amberg-Weiden
Quelle: Energie aus Biomasse und Abfall (Juli 2005)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dr. Andreas Hauer

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