Gemeinsam gegen Abfall

Mit einem kooperativen Ansatz kann die kommunale Abfallvermeidung ein beachtliches Handlungspotential umsetzen

In der Literatur zur Abfallvermeidung und in der Praxis werden der ganzheitliche Aspekt der Abfallproblematik und eine Kooperation der Abfallerzeuger bislang nur unzureichend berücksichtigt. Wie jedoch eine Analyse der Abfallsituation der kleinen Gemeinde Molfsee in Schleswig-Holstein zeigt, kann man in der kommunalen Abfallvermeidung durch einen komplexen Ansatz ein beachtliches Handlungspotential umsetzen. Zu diesem Zweck wurden in Molfsee zunächst die am stärksten umweltbelastenden Abfallarten mittels Ökobilanzen untersucht und ihren jeweiligen Erzeugern zugeordnet. In weiteren Schritten wurde analysiert, welche Bedürfnisse diese Produkte erfüllen, welche Faktoren ihrer Vermeidung entgegenstehen und wie diese entkräftet werden können. Diese Informationen bilden die Grundlage für einen neuen Ansatz zur Abfallvermeidung, bei dem die einzelnen Abfallerzeugergruppen zusammenarbeiten. An dieser Kooperation ist die Kommune sowohl direkt als auch indirekt beteiligt. Ein praktisches Beispiel für ein solche Zusammenarbeit ist die Aktion "Keine Macht den Dosen", die sich konkret an der Situation der Gemeinde Molfsee ausrichtet und kooperative Vorschläge zur Abfallvermeidung aufzeigt.



Copyright: © Rhombos-Verlag
Quelle: 02/2000 - Umweltschutz im Krankenhaus (Mai 2000)
Seiten: 3
Autor: Dipl.-Geogr. Miriam Hegner

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