Die Ergebnisse einer Untersuchung von Kunststoffartikeln in drei Wiener Krankenhäusern belegen erste Erfolge bei der Verringerung des PVC-Anteils
PVC-haltige Produkte enthalten toxische Inhaltsstoffe wie Weichmacher und können bei der Abfallverbrennung zur Dioxinbildung beitragen. Seit 1992 ist es daher der ausdrückliche Wille der Gemeinde Wien und des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), auf PVC (Polyvinylchlorid) in Verpackungen nach Möglichkeit zu verzichten. Der Einkauf von PVC-haltigen Produkten soll auf das absolute Mindestmaß reduziert werden, das heißt auf spezielle Anwendungen beschränkt bleiben, für die Alternativprodukte bislang nicht in gleichwertiger Form oder nur zu wesentlich höheren Preisen angeboten werden. Ziel des Untersuchungsauftrages war es, am Beispiel von drei Wiener KAV-Krankenhäusern (Krankenhaus Lainz, Kaiserin Elisabeth Spital und Wilhelminenspital) den aktuellen PVC Anteil von Medikalprodukten aufzuzeigen. Bei den Analysen wurden die Verpackungen und alle Einzelteile von insgesamt 125 Medikalprodukten aus Kunststoff auf PVC untersucht. Zusätzlich wurden mit Hilfe der Beilstein-Methode, mit der Chlor im Kunststoff nachgewiesen werden kann, bei 97 dieser Produkte auch die Verpackungen analysiert. Bei der vergleichenden Analyse der Untersuchungsergebnisse wurden Daten einer PVC-Untersuchung von Medikalprodukten im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) von 1997 eingebunden.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag | |
| Quelle: | 02/2000 - Umweltschutz im Krankenhaus (Mai 2000) | |
| Seiten: | 3 | |
| Autor: | Julia Kamenik | |
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