Die Kombi-Kapillardichtung als wirtschaftliches Alternativsystem für die Oberflächenabdichtung

Dichtungen in Oberflächenabdichtungssystemen von Deponien sind, wenn sie als endgültige Abdichtung angelegt werden, durch Kombination mineralischer Baustoffe mit z.B. Kunststoffdichtungsbahnen als sogenannte Kombinationsdichtungen aufzubauen. Durch TA Abfall und TA Siedlungsabfall, bzw. Deponieverordnung (DepV) sowie durch die Richtlinie 1999/31/EG sind derartige Kombinationsdichtungen von der grundsätzlichen Auslegung her als Standard für den Deponiebau in Europa definiert.

Eine in ihrer Funktionsweise abgesicherte und in der Fachwelt inzwischen anerkannte und etablierte Alternative zu der Dichtung aus bindigen Erdstoffen ist die Kapillarsperre. Das in diesem Beitrag als Kombi-Kapillardichtung vorgestellte System zeichnet sich dadurch aus, dass die Dichtungsbahn zwischen den Schichten einer Kapillarsperre, Kapillarblock und Kapillarschicht, angeordnet wird. Der zuunterst aufzubauenden Kapillarblock fungiert gleichzeitig als Ausgleichs- und Tragschicht und kann so lange, wie die Konvektionssperre funktionstüchtig ist, ebenfalls als Gasdränschicht genutzt werden. Die über der Dichtungsbahn platzierte Kapillarschicht funktioniert über die Lebensdauer der Konvektionssperre als Dränschicht. Auf diese Weise bleibt bei einer verminderten Anzahl von Schichten das Grundprinzip, eine Kombinationsdichtung einzurichten, bei der die mineralische Komponente nach Versagen der Konvektionssperre die Dichtungsfunktion allein übernimmt, im vollem Umfang erhalten (d.h.: TA Si konform).



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Praxistagung Deponie 2005 (Dezember 2004)
Seiten: 11
Preis inkl. MwSt.: € 5,50
Autor: Dr.-Ing. Ulrich Sehrbrock

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Plastikpiraten erforschen die Müllverschmutzung von deutschen Flüssen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
Im Citizen-Science-Projekt „Plastikpiraten“ zur Erforschung der Müllverschmutzung deutscher Fließgewässer werden bundesweit Jugendliche in den wissenschaftlichen Forschungsprozess integriert. Sie erheben Daten zur Müllverschmutzung an Flüssen. Diese werden wissenschaftlich ausgewertet und publiziert.

Circular economy am Beispiel von Phosphor aus Klärschlämmen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2020)
Phosphor ist in seinem Vorkommen limitiert, allerdings für die Sicherstellung der Nahrungsmittelerzeugung lebensnotwendig. Mit der Novellierung der Klärschlammverordnung wird ab 2029 die Phosphorrückgewinnung aus dem Abwasserpfad gesetzlich gefordert. Aufklärungs- und Entwicklungsarbeit zu den Methoden der Rückgewinnung und zur Vermarktung der Produkte ist notwendig.

Auswirkungen des Covid-19-Ausnahmezustandes auf die Klärschlammentsorgung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2020)
Die Klärschlammentsorgung befindet sich im Umbruch. Tiefgreifende Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen haben in den vergangenen Jahren einen Planungsboom für Monoverbrennungsanlagen ausgelöst. Wie nahezu alle Wirtschaftsbereiche ist auch dieser Sektor vom Covid-19-Ausnahmezustand betroffen. Projekte im Bau müssen sich mit den Auswirkungen der Pandemie ebenso auseinandersetzen wie bereits realisierte oder noch in Planung befindliche Projekte.

The new Waste Framework Directive and its impact on textile waste
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In the course of implementing the circular economy package of the European Union, the Waste Framework Directive was amended recently. Textiles are no longer the poor relation of waste management but have come to the fore.

Reporting of food waste in the EU – Results of current estimates in Germany
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In February 2019, the German Federal Cabinet adopted the 'National Strategy for Reducing Food Waste', setting a framework for the future direction of this initiative. Among other things, it stipulated that an inter-ministerial "Indicator 12.3 Working Group" should prepare the data bases and methods for nationwide balancing of food waste generation (baseline). Based on existing 2015 data, this status quo analysis will be used as a starting point to agree on milestones for the respective sectors.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Abfallausstellung
Nur wer die Geschichte kennt,
siegt im ewigen Kampf
gegen den Müll