Die Entsorgung im Spiegel der Versorgung Güter- und Stoffbilanzen als Grundlagen für die Optimierung der Wiener Abfallwirtschaft

Güter- und Stoffbilanzen dienen als Basis für das Verständnis der komplexen Stoffwechselprozesse eines anthropogenen Systems, wie es die Stadt Wien darstellt. Mit Hilfe dieser Bilanzen können die wichtigsten Phänomene des urbanen Stoffwechsels und deren Auswirkung auf die Abfallwirtschaft beschrieben werden.

Der anthropogene Güterumsatz ist von einem permanenten Wachstum gekennzeichnet. Daraus resultieren ein Lageraufbau in der Stadt, ansteigende Abfallmengen, eine sich ändernde Abfallzusammensetzung sowie ein höheres Ressourcen- und Schadstoffpotential.  Güter- und Stoffbilanzen unterstützen die Gestaltung einer neuen, nachhaltigen Stadt. Entscheidungen hinsichtlich der effizienteren Nutzung von Materialien werden damit ebenso erleichtert, wie die Entwicklung neuer Verfahren, die Gestaltung neuer Güter sowie die Auswahl der zu verwendenden Stoffe. Umfassend eingesetzt, tragen Güter- und Stoffbilanzen wesentlich zur Optimierung der Abfallwirtschaft nach den Zielen Schutz von Mensch und Umwelt, Ressourcenschonung und Nachsorgefreiheit bei.
Güter- und Stoffbilanzen sind ein Hauptinstrument für die Untersuchung und Optimierung eines urbanen Stoffwechsels wie jenes der Stadt Wien [5]. Anhand dieser Bilanzen werden die fünf wichtigsten Phänomene des Stoffwechsels einer modernen Stadt gezeigt:
 • steigender Stoff- und Güterumsatz,
 • linearer Fluss anstatt Rezirkulation,
 • Importe größer als Exporte, das heißt zunehmender Bestand,
• anthropogener Fluss größer als geogener Fluss,
• konsumbedingte Emissionsquellen größer als produktionsbedingte Emissionsquellen.
 Daraus lassen sich Konsequenzen und Schlussfolgerungen zur Optimierung der Wiener Abfallwirtschaft herleiten.
  



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Abfallwirtschaft für Wien (2004) (Dezember 2004)
Seiten: 20
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Bernd Brandt
o. Univ. Prof. Dr. Dipl. Natw. Paul H. Brunner

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