Recyclingfähigkeit von Druckerzeugnissen

Spätestens seit der im Jahre 1994 in Deutschland eingegangenen freiwilligen Selbstverpflichtung für eine Rücknahme und Verwertung von grafischen Papieren stehen neben den Herstellern grafischer Papiere auch die Verlagshäuser und die Druckindustrie in der Verpflichtung, das Recycling von Druckprodukten durch die Auswahl geeigneter Materialien zu fördern. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Methode, mit der die Eignung der Druckerzeugnisse für das Recycling, also deren Rezyklierbarkeit, objektiv charakterisierbar wird.

Dabei reicht es nicht aus, nur eine prozesssimulierte Vorgehensweise für den Labormaßstab zu entwickeln. Benötigt werden auch Parameter (Hellbezugswert, Ink Elimination, Farbwert, Filtratqualität, Schmutzpunktfläche), die das Verhalten des zu prüfenden Druckproduktes während der laborativen Aufbereitung beschreiben. Schließlich ist auch das zu erzielende Niveau für die einzelnen Kenngrößen in Form von minimalen Zielvorgaben zu definieren und festzulegen. Diesem Themenkomplex widmet sich der Beitrag, der sich schwerpunktmäßig mit der Charakterisierung der Deinkbarkeit als einer der wichtigsten Anforderungen an die Rezyklierbarkeit von Druckerzeugnissen auseinandersetzt. Darüber hinaus werden Druckerzeugnisse verschiedener Kategorien untersucht und mit Hilfe statistischer Methoden Vorschläge für Zielgrößen herausgearbeitet, die es für eine zufrieden stellende Deinkbarkeit zu erfüllen gilt. Zudem werden Möglichkeiten vorgestellt, die eine praxisrelevante Bewertung des mit dem Druckerzeugnis in den Recyclingkreislauf eingetragenen Stickypotenzials gestatten.
 



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Reformbedarf in der Abfallwirtschaft (2001) (Dezember 2001)
Seiten: 14
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Hans-Joachim Putz
Dr.-Ing. Christiane Ackerman
Professor Dr.-Ing. Lothar Göttsching

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