Methanol aus Klärschlamm - Das Konzept der SVZ Schwarze Pumpe GmbH

In der Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum Schwarze Pumpe GmbH (SVZ) wird ein Anlagenverbund zur stofflichen und energetischen Verwertung kohlenwasserstoffhaltiger fester, flüssiger und pastöser Abfälle betrieben.
Die für die Vergasung von Stein- und Braunkohlen entwickelte klassische Festbettdruckvergasung (FDV) wurde zur kombinierten Vergasung von Abfall- und Kohle-Gemischen weiterentwickelt.

  Die Klärschlammvergasung im SVZ wird kommerziell betrieben und technisch stabil beherrscht. Für die Aufbereitungs-, Vergasungs- und Gasverwertungsanlagen – Methanolanlage, Gas- und Dampfturbinenkraftwerk – liegt eine Dauerbetriebsgenehmigung nach BImSchG vor.
 Klärschlämme stellen eine wesentliche Stoffgruppe im Abfallmix dar, der in den Festbettdruckvergasungsanlagen einschließlich der neu errichteten BGL-Vergasungsanlage zum Einsatz kommt. Von der genehmigten Abfalleinsatz-Kapazität von etwa 400.000 t/a ist ein Klärschlammanteil von etwa 70.000 bis 80.000 t/a, d.h. bis zu 20 %, vorgesehen.
Damit bestehen in Schwarze Pumpe gute Voraussetzungen, Klärschlämme langfristig stofflich und energetisch zu verwerten. Das Nutzungskonzept des erzeugten Synthesegases ist auf die Methanolerzeugung und auf die Gewinnung von Hochdruckvergasungsdampf und Strom in einem GuD-Block ausgerichtet. Diese Anlagen sind seit 1997 in Betrieb und produzieren mit hoher Verfügbarkeit und Betriebssicherheit.
 



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Verantwortungsbewusste Klärschlammverwertung (2001) (Juni 2001)
Seiten: 18
Preis: € 0,00
Autor: Dr. rer. nat. Bernd Buttker
Dipl.-Ing. Thomas Obermeier

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