Wirbelschichtverbrennungsanlagen und Anforderungen an den Ersatzbrennstoff

Wirbelschichtöfen sind keine universell einsetzbaren Reaktoren für die Verbrennung von Hausmüll sondern von Brennstoffen mit möglichst definierten Eigenschaften. Für diese sind sie gut geeignet und Stand der Technik. Hausmüll und ähnlich heterogene Brennstoffe müssen vor der thermischen Behandlung mehr oder weniger aufwendig aufbereitet werden.

 

Die Stationäre Wirbelschicht wird bevorzugt für Klärschlämme aber auch für Papierschlamm eingesetzt; es muss allerdings Sorge getragen werden, dass Überkorn (i.W. aus Rejects) vermieden und der Metallgehalt reduziert wird. Unter Umständen ist ein Shredder mit anschließender Metallseparierung erforderlich.

Die Zirkulierende Wirbelschicht ist für heizwertreiche Brennstoffe, hohe Durchsätze und somit insbesondere für eine effiziente Energiegewinnung geeignet, z.B. für Biomassekraftwerke und für die energetische Verwertung von hochkalorischen Ersatzbrennstoffen. Bei Ersatzbrennstoffen sind die Anforderungen an die Aufbereitung zu beachten.

 Die Rotierende Wirbelschicht ist für heterogene Abfälle mit breitem Heizwertband auch bei höheren Gehalten an Klärschlamm geeignet. Der erforderliche Aufbereitungsaufwand ist gering. Die Kapazität ist bislang auf etwa 50 bis 60 MWth beschränkt. F

ür normalen Hausmüll mit Heizwerten bis 12.000 kJ/kg ist der luftgekühlte Rost, bei Heizwerten > 10.000 kJ/kg der wassergekühlte Rost weiterhin als robustes und kostengünstiges Aggregat einzusetzen.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Ersatzbrennstoffe 3 (2003) (Dezember 2003)
Seiten: 24
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. rer. nat. Hans Piechura

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