Reinigung von MBA-Abwasser entsprechend den Grenzwerten des Anhangs 23 der Abwasserverordnung

Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung hat sich in Europa als ein Konzept zur Aufbereitung von Siedlungsabfällen etabliert. Dabei werden durch mechanische Verfahren verschiedene Wertstoffe gewonnen sowie Störstoffe abgetrennt.

Die biologische Umsetzung zielt auf den Abbau der organischen Substanz durch Vergärung und/oder Rotte, um die Masse zu reduzieren und ein stabilisiertes Endprodukt zu erzeugen. Im Falle einer anschließenden Deponierung werden die biologischen Vorgänge in die technischen Anlagen vorgelagert, kontrolliert und optimiert. Aus dem biologischen Abbau und der Entwässerung entsteht ein vergleichsweise hochbelastetes Abwasser, das einer Reinigung zu unterziehen ist. In Deutschland wurde für Abwässer aus MBA-Anlagen der Anhang 23 zur Abwasserverordnung erlassen. Dessen Grenzwerte sind nahezu identisch mit den Einleitparametern für die Reinigung von Deponiesickerwasser (Anhang 51).

Die Wehrle Umwelt GmbH beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Planung, Bau und Betrieb von Reinigungsanlagen für spezifische Abwässer aus Industrie und Altlasten. Auf dem Gebiet der Deponiesickerwasserreinigung wurden bisher über 40 Anlagen in Europa errichtet. Durch den gemeinsamen Ursprung von Deponiesickerwässern und Abwässern aus MBA-Anlagen ist es naheliegend, bewährte Verfahren aus der Sickerwasserreinigung auch in Abfallbehandlungsanlagen anzuwenden.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Ersatzbrennstoffe 3 (2003) (Dezember 2003)
Seiten: 12
Autor: Dr. Peter Schalk

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