Beton in der Baustoff-Kreislaufwirtschaft: potenzieller Abfallverwerter und CO2-Speicher

Beton mit seiner potenziell vielfältigen Zusammensetzung ist ein „Konglomerat“, in welches sich aufbereitete Abfälle bzw. Reststoffe einbinden lassen. Sie können als Substitut für Gesteinskörnungen dienen sowie in der Feinfraktion enthalten sein, also im Zement und den Zusatzstoffen bzw. „supplementary cementitious materials“ (SCM).

Dies kann die Betongüte und Umweltauswirkungen allerdings sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. In diesem Beitrag werden der Stand der Technik und die Potenziale für die Verwertung von Sekundärrohstoffen als Komponente des Betons diskutiert. So ist beispielsweise eine Erhöhung des Anteils an rezyklierten oder industriell aufbereiteten Gesteinskörnungen sowie neuen SCMs sowohl technologisch möglich als auch im Sinne der Ressourcenschonung durch Kreislaufwirtschaft wünschenswert. Dabei ist zu beachten, dass die mit der Zement- und Betonproduktion verbundenen CO2- Emissionen reduziert werden müssen. Dies gelingt vor allem durch das Verwenden emissionsarmer Bindemittel, performancebasierter Betonoptimierung sowie durch den Einsatz innovativer CO2-speichernder Stoffe im Beton.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Recy & Depotech 2024 (Dezember 2024)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Joachim Juhart
Dr.-Ing. Sarah Steiner
Florian Steindl

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Recycling von metallurgischem Staub unter Anwendung von biologischer Laugung und Bioelektrochemische Metallrückgewinnung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Während der Stahlproduktion fallen große Mengen an Stahlwerksstäuben an, die wertvolle Metalle wie Zink (Zn) und Eisen (Fe) enthalten und ein erhebliches Recyclingpotenzial bieten. Innerhalb der EU sind 2019 etwa 52 Millionen Tonnen Stahlnebenprodukte angefallen, der größte Teil davon als Schlacke (Rieger et al., 2021).

CO2-armer Ökomauerstein aus mineralischen Recycling-Brechsanden
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und zur Erreichung des Klimaziels, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, gilt es natürliche Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Recycling-Baustoffe ohne Abfallende?
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Es gibt gesetzliche Vorschriften zum Abfallende im deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ebenso wie im österreichischen Abfallwirtschaftsgesetz (AWG). Diese sind zum Teil nur unvollständig gegenüber den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben. In jedem Fall werden bezogen auf den Einzelfall für das Abfallende Entscheidungen des Abfallerzeugers oder - besitzers erforderlich. Diese Feststellung gilt auch mit Rücksicht auf die untergesetzlichen Vorschriften zum Abfallende.

Metal recovery over the product life cycle
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
The voestalpine Group's High Performance Metals Division is globally known for producing high-quality steels using well defined combinations of alloy elements and sophisticated production techniques. What makes these steels special is the set of exceptional properties such as resistance to corrosion and heat, high purity, and extreme durability that makes our products suitable for diverse applications, from aviation to construction of turbine blades and high pressure die casting tools.

Das Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftspotential der Zementindustrie
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Die Zementindustrie ist ein essenzieller Teil der globalen Bauwirtschaft und trägt maßgeblich zur Entwicklung der Infrastruktur bei. Allerdings steht die Branche aufgrund ihrer hohen CO2-Emissionen vor erheblichen Herausforderungen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?