Zusammenwirken von Planung und hydraulischer Untersuchung am HRB Weilers/Bracht

Im Einzugsgebiet der Kinzig in Hessen mit den bedeutsamen Nebengewässern Salz und Bracht kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Hochwasserereignissen, die große Schäden in den Siedlungs- und Industriegebieten am Mittel- und Unterlauf verursachten. Ausgelöst durch ein Hochwasser (HW) im Jahr 2003 wurde vom Land Hessen ein Hochwasserschutzplan für das Einzugsgebiet der Kinzig erarbeitet. Im Ergebnis von Variantenbetrachtungen wurde eine aus wasserwirtschaftlicher Sicht sinnvolle Vorzugsvariante abgeleitet, die weitestgehend auf Hochwasserschutz (HWS) durch Rückhalt setzt.

Der Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) erfordert umfangreiche hydraulische Untersuchungen. Möglichkeiten zur Überprüfung und Optimierung einer wasserbaulichen Planung sind sowohl der physikalische Modellversuch als auch eine hydrodynamisch-numerische Strömungsmodellierung. Fragestellungen zur Wirkungsweise  und zu den Wechselwirkungen der Betriebseinrichtung eines HRB können so beantwortet werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt das Zusammenwirken von Planung und hydraulischen Untersuchungen am Neubauprojekt HRB Weilers/Bracht in Hessen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 06 (Juni 2023)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Betrw. Holger Scheffler
Dipl.-Ing. Michael Moder
Dipl.-Ing. Nico Schrage
Dr.-Ing. Kaj Lippert
Max Heß

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