Methoden zum systemischen Ansatz beim Sedimentmanagement

Die Erarbeitung und Umsetzung eines wirksamen Sedimentmanagements ist für die Erhaltung der Biodiversität der großen Fließgewässer im Donaueinzugsgebiet von herausragender Bedeutung. Der Sedimenthaushalt der Gewässer wird durch zahlreiche anthropogene Eingriffe beeinflusst. Wasserkraftanlagen und deren Stauanlagen sind dabei ein bedeutender Einflussfaktor.

Durch die systemische Betrachtung kann die Vielzahl der involvierten Belange zusammengeführt und durch einen umfassenden Kommunikationsprozess eine tragfähige Lösung entwickelt werden. Ein Wirkungsmonitoring ist zur Überprüfung und iterativen Anpassung der Maßnahmen zu entwickeln. Durch eine zeitliche und räumliche Aufteilung in kurz-, mittel- und langfristige Strategien kann die Gesamtproblematik des Sedimentmanagements einer nachahltigen Lösung zugeführt warden.

Systemischer Ansatz für komplexe Gesamtzusammenhänge

Charakteristisch ist dem systemischen Ansatz, Anliegen oder Probleme nicht als individuelle Phänomene, sondern als komplexe Gesamtzusammenhänge, eingebettet in ein größeres zeitliche sund räumliches System, zu verstehen. Im Zusammenhang mit der Geschiebethematik großer, durch Wasserkraftnutzung geprägter Fließgewässer ergibt sich zwangsläufig ein äußerst komplexes System von ineinander verwobenen und untereinander abhängigen Teilaspekten (Bild 1).



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 02-03 (März 2022)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr. Oliver Born

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