Sachstand bei Planung und Umsetzung des EuPhoRe-Verfahrens

Ein Überblick über bisher nach dem EuPhoRe-Verfahren errichtete und projektierte Anlagen wird gegeben. Das Spektrum umfasst großtechnische Errichtungen, Forschungs-, Pilot- und Großanlagen.

Das EuPhoRe-Verfahren bildet eine thermochemische Behandlung von Klärschlamm und weiteren phosphathaltigen Biomassen ab. Zweck des Verfahrens ist die Erzeugung P-haltiger Rezyklate. Die resultierenden Ascheprodukte enthalten wenig Restkohlenstoff (< 0,5 % Cfix), während sämtliche relevanten Schwermetallverbindungen und organischen Schadstoffe so weit eliminiert werden, dass alle diesbezüglichen chemischen Anforderungen an ein Düngemittel am Ende des Prozesses erfüllt sind. Darüber hinaus enthält die Asche fast die gesamte Phosphatbeladung des Ausgangsmaterials (> 95 %) und kann nach Feinmahlen und Staubbindung (z. B. als Granulat) als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Eine ausführliche Verfahrensbeschreibung verbunden mit Hinweisen auf mögliche Synergien enthält der Tagungsband „Verwertung von Klärschlamm", der anlässlich der Berliner Klärschlammkonferenz 2018 veröffentlicht worden ist.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11 (November 2020)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. agr. Siegfried Klose
Marianne Klose

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