Value Engineering, der Weg zu innovativen Lösungen

Das Value Engineering, auch als Value Management bekannt, ist ein seit mehreren Jahrzehnten bewährtes, international anerkanntes Verfahren zur Entwicklung von ganzheitlichen Lösungen. Das Herzstück des Value Engineering ist die Analyse der Funktion. In der Regel wollen Investoren nur in die Funktionen eines Bauwerkes investieren, aber nicht unbedingt in das Bauwerk selbst. Das Value Engineering ist besonders geeignet, alternative Lösungsansätze zu entwickeln und daraus diejenige Lösung herauszufiltern, welche die gewünschten Funktionen zu geringstmöglichen Kosten erfüllen.

1 Einleitung
In ihrem Artikel zur „Malevolent Hiding Hand“ beschreiben Flyvbjerg und Sunstein [2], dass die meisten Großprojekte scheitern – unabhängig davon, ob sie privat oder öffentlich durchgeführt würden –, weil Projektrisiken systematisch unterschätzt und die Möglichkeiten des Gegensteuerns sowie zukünftig generierte Einnahmen systematisch überschätzt werden. In der heutigen Zeit des starken Wandels führen herkömmliche Lösungsansätze und Verhaltensmuster oft nicht mehr zum Erfolg. Gegenwärtig wird zu oft eher einzelproblemorientiert oder lösungsorientiert gearbeitet. Die Einzelproblemlösungen sind aber selten für die Projektergebnisse optimal. Auch die lösungsorientierte Arbeitsweise wird nicht die besten Ergebnisse liefern. Diesbezüglich trifft das Zitat von Albert Einstein zu: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Das Value Engineering steht in diesem Sinne für einen ausgereiften und pragmatischen Ansatz, mit dem für das Gesamtunternehmen der beste Kompromiss aus ganzheitlicher Sicht erarbeitet werden kann.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 04 - 2019 (Mai 2019)
Seiten: 4
Preis: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Imran Sevis

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