Per Druckluft ans Ziel: Klärschlamm lässt sich auch über längere Strecken via Rohrleitung transportieren

Die gute alte Rohrpost könnte Pate für eine zukunftsweisende Technologie gestanden haben, bei der Klärschlamm auch über Distanzen von bis zu 1000 Metern transportiert werden – nicht offen, sondern in einer geschlossenen Rohrleitung und das bei überschaubaren Investitionskosten und vergleichsweise geringen Folgekosten. Das Unternehmen Seepex zeigt, wie es funktioniert.

Abb.: Seepex GmbH (21.06.2018) ‚Eine lange Leitung zu haben‘ ist im Bereich der Technik durchaus kein Nachteil. Und aktuell sogar wichtiger denn je, wenn es um die Entsorgung von entwässerten Klärschlämmen geht. Gut 1,8 Mio. Tonnen fallen davon jährlich im Bundesgebiet an und müssen weiterverarbeitet werden – ob in der thermischen Aufbereitung, im Recycling oder in der Landwirtschaft. Nach der 2017 neu in Kraft getretenen Klärschlammverordnung (AbfKlärV) wird es immer öfter erforderlich, Klärschlamm über längere Entfernungen, z.B. zur Phosphatrückgewinnungsanlage, zu transportieren. Für die eine oder andere der rund 10.000 kommunalen Kläranlagen im Land könnte der Einsatz der neuen Seepex-Systemlösung somit unter vielen Aspekten interessant sein.
Mit der zum Patent angemeldeten ‚Smart Air Injection‘, SAI, bringt das Unternehmen aus Bottrop eine maßgeschneiderte Systemlösung auf den Markt, die die Vorteile zweier Fördertechnologien kombiniert, um besonders energieeffizient hochentwässerte Schlämme über große Entfernungen zu transportieren. Bis zu 1000 Meter lang können die Leitungen sein, in denen zu Pfropfen verdichtete Klärschlämme per Druckluftzufuhr unablässig ans Ziel gefördert werden. Für Entsorger kann sich die bereits in mehreren Anlagen europaweit erprobte Alternative zu herkömmlichen Verfahren schnell rechnen...

Unternehmen, Behörden + Verbände:
Autorenhinweis: Stephan Mottyll, Seepex GmbH
Abb.: Seepex GmbH



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 3 - Juni 2018 (Juni 2018)
Seiten: 1
Preis: € 5,75
Autor: Stephan Mottyll

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