Wertschöpfung durch enge Kommunikation mit dem lokalen Altstoffhandel

Der Landkreis Aschaffenburg betreibt seit fast 20 Jahren ein Verwiegesystem, indem die Restmüll- und Biomülltonnen am Müllfahrzeug verwogen und die Entleerungen gezählt werden.

Mit diesem verursachergerechten Gebührensystem (PAYT-System [nach EU-Nomenklatur]: „Pay as you throw") werden die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises motiviert, Abfälle zu vermeiden und angefallene Abfälle bestmöglich zu trennen. Neben dem Anreizsystem Verwiegung bedarf es aber auch einer entsprechenden Erfassungs-Infrastruktur, die die separate Sammlung verschiedenster Abfallarten ermöglicht.

So verfügt der Landkreis über 30 Wertstoffhöfe in 32 Gemeinden (Recyclinghöfe im Landkreis Aschaffenburg genannt), auf denen Abfälle zur Verwertung kostenfrei ohne weitere Gebühren entsorgt werden können. Eine Ausnahme bildet der Kreis-recyclinghof, auf dem auch Abfälle zur Beseitigung und „exotische" Abfälle wie Feuerlöscher, Reifen usw. - diese allerdings kostenpflichtig - entsorgt werden können. Auf das Erfassungssystem im Holsystem soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden.



Copyright: © ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen
Quelle: Wertstoffhof 2020 - Umsetzung des novellierten ElektroG (Februar 2017)
Seiten: 5
Preis: € 0,00
Autor: Jürgen Morlok

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

Mit hanseatischer Genauigkeit - Gute Erfahrungen mit der Hamburger Wertstofftonne
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2008)
Seit 1. März 2006 testet die Stadtreinigung Hamburg versuchsweise in zwei Stadtteilen eine Miterfassung von stoffgleichen Nichtverpackungen sowie Elektrokleingeräten im Gelben Sack. Fazit: Hohe Akzeptanz und Steigerung der Erfassungsmengen.

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2008
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
Gebührenvergleich aller 86 örE in Bayern; Abfallgebühren in den einzelnen Bundesländern; Strategien der Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Kommunen - Handlungsfelder und Beispiele

Weg frei für den Wettbewerb - Altpapier-Recycling im Streit zwischen Privaten und Kommunen
© Deutscher Fachverlag (DFV) (3/2008)
Private Dienstleister dürfen Altpapier einsammeln und verwerten, auch wenn sie nicht von der Kommune beauftragt wurden – so ein Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg. Jetzt kann der Wettbewerb um den knappen Sekundärrohstoff so richtig durchstarten.

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2006
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2/2006)
Die Abfallgebühren für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt wurden auf Basis der aktuellen Gebührensatzungen ermittelt. In Bayern wurden dabei erstmals die Abfallgebühren aller öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger aus 86 Landkreisen und kreisfreien Städten erfasst.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

KUVB und Bayer. LUK
Ihre Partner für Sicherheit
und Gesundheit in Bayern
www.kuvb.de