Reinigung und Desinfektion von Trinkwasserbehältern – Tagesgeschäft mit vielen Tücken

Die regelmäßige oder zustandsorientierte Reinigung und Desinfektion von Wasserkammern, Anlagen und Einrichtungen stellt einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität dar. Jedes Unternehmen muss auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrungen Kriterien für den Reinigungs- und Desinfektionsturnus festlegen. Bereits bestehende Vorgaben werden im neuen DVGW-Merkblatt W 300-7 erläutert und systematisiert.

Bei der Instandhaltung von Trinkwasserspeichern wird bereits aus der Verwendung unterschiedlicher Bauteile (Auskleidungen, Einbauten, Installationen) und Materialien (zementgebunden, polymer, metallisch) sowie durch verschiedene betriebliche Randbedingungen deutlich, dass es sich in jedem Einzelfall um ein optimiertes Vorgehen handeln muss. Dabei sind unterschiedliche Einflüsse wie die Behältergröße, Fluktuation oder die Trinkwasserqualität zu berücksichtigen.

Daher wurde im DIN-DVGW-Arbeitsausschuss NA 119-07-06 AA „Wasserspeicherung“ in Ergänzung zu der DVGW-Arbeitsblattreihe W 300-1 bis-5 und dem DVGW-ArbeitsblattW 291, das DVGW-Merkblatt W 300-7 „Trinkwasserbehälter: Praxishinweise Reinigungs- und Desinfektionskonzept“ erarbeitet. Bereits in den DVGW-Arbeitsblättern W 300-1 bis W 300-3 werden allgemeine Vorgaben festgelegt, die durch das neue Merkblatt erläutert und systematisiert werden. Das Merkblatt setzt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Reinigungs- und/oder Desinfektionsmitteln/-verfahren und den Werkstoffoberflächen sowie den Qualifikationsanforderungen an das Personal auseinander. Die allgemeinen Grundsätze der Desinfektion gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 291 bleiben dabei unberührt.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2016 (November 2016)
Seiten: 5
Preis: € 4,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Manfred Breitbach

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