Kosten-Nutzen-Vergleich beim Einsatz neuer Verfahrenskombinationen bei der Brunnenentwicklung

Dieser Artikel befasst sich mit einer kritischen Betrachtung hinsichtlich Kosten und Nutzen beim kombinierten Einsatz unterschiedlicher Verfahren zur Brunnenentwickung. Darüber hinaus wird die Planung des Brunnenausbaus auf den Prüfstand gestellt.

Das Versorgungsunternehmen, bei dem die in diesem Beitrag dargestellten Maßnahmen durchgeführt wurden, liefert im Jahr 33 Millionen Kubikmeter Trinkwasser zu den Menschen in der Region. Rund um die Uhr sichern rund 550 Mitarbeiter die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung von 631.000 Menschen. Gut zwei Drittel des Trinkwassers kommen aus Brunnen in den Tiefen eines urzeitlichen Muldebettes.

In Vorbereitung auf das Abteufen und Entwickeln von 88 Brunnen in den Jahren 2014 bis 2018 in zwei Gewinnungsgebieten wurden im Jahr 2013 drei Testbrunnen niedergebracht. Bereits im Jahr 2011 waren im Zielgewinnungsgebiet drei Testbrunnen gebohrt und mit unterschiedlichen Techniken entwickelt worden.

Durch diese Entwicklungsmaßnahmen konnten spezifische Ergiebigkeiten von 136 m³/h bis max. 179 m³/h/m Absenkung bei einer Fördermenge von 40 m³/h erzielt werden. Ziel der im Jahr 2013 gemäß den Vorgaben des fachbegleitenden Planungsbüros zusätzlich durchgeführten Entwicklungsmaßnahme war die Schaffung eines natürlichen Mischkornfilters aus Stützkies und natürlichem Sediment. Dadurch sollte es möglich sein, Aussagen über die zu verwendenden Entwicklungsverfahren für die zukünftigen Bohrmaßnahmen der 88 Brunnen treffen zu können. Nach Meinung des Ingenieurbüros sollte durch diese Brunnenkonstruktion und durch die Art der Behandlung ein homogenerer Zufluss hergestellt sowie die Bildung von Grenzschichten bzw. Korngrenzen vermieden werden. Darüber hinaus erhoffte man sich durch diese Vorgehensweise eine verzögerte Alterung der Brunnen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12 - 2014 (Dezember 2014)
Seiten: 7
Preis: € 4,00
Autor: Gerhard Etschel

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