Die Wahlmöglichkeiten der Sammelsysteme zur getrennten Erfassung von Wertstoffen die aha bietet – ab 2013 in der gesamten Region auch über das Angebot der O-Tonne – sind äußerst bürgerfreundlich. Die klaren Zielrichtungen – die aha neben der Kundenfreundlichkeit verfolgt – sind eine höhere stoffliche Verwertung und Wirtschaftlichkeit. aha bereitet bestimmte Stoffströme tlw. bzw. insgesamt selber auf und andere werden zur Aufbereitung durch die Privatwirtschaft ausgeschrieben. Dabei tragen die steigenden Erlöse für u.a. Metalle, Hartkunststoffe und Textilien zur Stabilisierung der Gebühren und der Wirtschaftlichkeit bei.
Abfallwirtschaft hat zwei maßgebliche Aspekte:
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013) | |
| Seiten: | 11 | |
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Bio- und Grünabfallverwertung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Von der Sammlung bis zur Erzeugung hochwertiger Loisachtaler Erden
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen startete in den 1980er Jahren als einer der Pioniere mit der Einführung der Getrenntsammlung von Abfällen im Rahmen eines 2-Tonnensystems (Altstoff- und Nassmülltonne). Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept weiterentwickelt und 1993 die separate Erfassung und biologische Behandlung von Bio- und Grünabfällen über die Biotonne eingeführt.
Dokumentation von Bioabfallchargen und Konsequenzen für den praktischen Betrieb
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die Novelle der Bioabfallverordnung (BioAbfV) von 2022 verpflichtet biologische Verwertungsanlagen, angelieferte Bioabfälle bereits vor der Behandlung auf Fremdstoffe zu kontrollieren und strengere Grenzwerte bezüglich des Kunststoffgehalts in die erste biologische Behandlungsstufe einzuhalten. Die BEM hat daraufhin zwei Verfahren zur Sichtkontrolle eingeführt: eine manuelle Fotodokumentation und ein KI-basiertes System mit Kameras, das den Flächenanteil von Fremdstoffen automatisch analysiert.
Grüngut – Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die getrennte Erfassung von Grüngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) rechtlich verpflichtend.
„...ich habe (gar) keinen Bioabfall...“ – Ergebnisse einer repräsentativen gesamtdeutschen Befragung zum Thema Abfalltrennung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Unter der Dachkampagne #wirfuerbio arbeiten mehr als 90 kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe in Deutschland täglich für eine saubere Trennung von Bioabfällen – für weniger Störstoffe im Bioabfall und für einen Anstieg der Mengen getrennt erfasster organischer Abfälle. Die Kampagne wurde 2017 gestartet und wird laufend weiterentwickelt.
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.