Zum Stand der Anwendung von Online-Sensoren für die Trinkwasserüberwachung in deutschen Wasserwerken

Aufgrund der auf dem internationalen Markt angebotenen Vielfalt von Analysentechniken für den Online-Einsatz und der sich damit schnell verändernden Möglichkeiten ihres Betriebes war es erforderlich, die aktuelle Situation in deutschen Wasserwerken zu erfassen. Dazu zählen auch die von den Anwendern selbst eingeschätzten zukünftigen Anforderungen an die Online-Technik. Zu diesem Zweck wurde eine repräsentative Umfrage bei einer Reihe deutscher Versorger durchgeführt. Die Auswahl berücksichtigte unterschiedliche Rohwassergrundlagen und Aufbereitungsverfahren sowie auch die Größe der Anlagen.

Die Überwachung und Kontrolle der Trinkwasseraufbereitung basiert in der Regel auf aufeinander abgestimmten Analysenprogrammen. Die Erhebung der Daten unterliegt einer strengen und gut entwickelten Qualitätskontrolle. Wesentlich dazu beigetragen hat die Tatsache, dass die überwiegende Zahl der Wasserwerks-Laboratorien für die Untersuchungen akkreditiert wird und sich von daher an festgelegten Abläufen orientiert.

Daneben sind Geräte, die vor Ort im Wasserwerk die Qualität des Wassers und den Prozess der Aufbereitung überwachen und steuern, d. h. also vor-Ort-Messgeräte und speziell die fest installierten Geräte zur zeitnahen, sofortigen Überwachung verschiedenster Parameter (hier definiert als Online-Betrieb), sehr häufig im Einsatz. Diese Geräte befinden sich ständig oder zeitweilig nicht im Bereich eines akkreditierten Labors.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2016 (Januar 2016)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. rer. nat. Wido Schmidt
Dr. Martin Wagner

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