Privatwirtschaftliche Abfallverantwortung: Wir nennen es Rohstoff

Seit einigen Jahren wird vor allem im Zusammenhang der verschiedenen Novellierungen der Verpackungsverordnung sowie im Vorfeld des Wertstoffgesetzes viel über das Spannungsfeld von kommunaler und privatwirtschaftlicher Abfallverantwortung diskutiert.

Für Deutschland als primärrohstoffarmes Land hat das Recycling werthaltiger Abfälle eine besondere Bedeutung, weil es Rohstoffimporte ersetzt und somit die Industrie bei der Materialbeschaffung unabhängiger macht. Die Elemente Produktverantwortung, (Verwertungs-)Quotenvorgaben und fairer Wettbewerb sind wesentliche Rahmenbedingungen – wie sich im Markt der (Verpackungs-) Abfallentsorgung gezeigt hat. Denn diese Elemente führen nicht nur zu Kostensenkungen, sondern auch zu Innovationen bei Sammlung, Sortierung und Verwertung. In modernen Sortier- und Verwertungsanlagen werden hochwertige Sekundärrohstoffe erzeugt. Voraussetzung für Investitionen in solche Anlagen, die überwiegend durch private Recyclingunternehmen betrieben werden, sind klare Regeln für alle Marktteilnehmer sowie ein funktionierender Vollzug der gesetzlichen Regeln.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 14. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2015)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 3,50
Autor: Markus Müller-Drexel

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