Kraft-Wärme-Kopplung und die Energiewende

Energieeffizienz – mit diesem Thema hat sich das federführend für die Energiewende zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in der zweiten Jahreshälfte 2014 verstärkt auseinandergesetzt und einen Prozess zur Neugestaltung des Strommarktes begonnen. Am 3. Dezember 2014 schließlich wurde im Kabinett der Bundesregierung der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) verabschiedet. Vor diesem Hintergrund wird aktuell auch die zukünftige Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) diskutiert. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung, den aktuellen Stand sowie die Bedeutung der KWK für die Erreichung der Energiewende-Ziele im Strom- und Wärmemarkt.

Aufgrund ihrer hohen Effizienz gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme soll die Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) entsprechend den energiepolitischen Zielen der Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende liefern. Durch die zunehmende Bedeutung der fluktuierenden erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung ergeben sich neue Anforderungen für die KWK. Im Spätherbst 2013 beauftragte das BMWi eine Studie, die eine Bestandsaufnahme, Potenzialanalyse, Kosten-Nutzen-Analyse und eine Prognose der KWK bis 2020 vornehmen sollte. Im Oktober 2014 wurden schließlich die Ergebnisse vorgelegt.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2015 (Juli 2015)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Friedrich Seefeldt
Marco Wünsch
Nils Thamling
Ruth Offermann

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