Risikominimierung bei der Sanierung von Tiefbrunnen im Festgestein

Die Sanierung von Tiefbrunnen ist oft mit hohen technischen und wirtschaftlichen Risiken verbunden, die auf ungenügende Dokumentationen, versteckte Baufehler, aber auch geohydrologische Probleme zurückzuführen sind. Diese Unwägbarkeiten müssen bereits bei der Entscheidung „Neubau“ vs. „Sanierung“ berücksichtigt werden. Während der Sanierungsmaßnahme selbst ist eine enge Abstimmung zwischen Bauherren, Ingenieurbüro und Bohrunternehmen wichtigste Voraussetzung, um flexibel auf unerwartete Verhältnisse reagieren zu können und unnötigen wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Erläutert wird dies am Beispiel der Sanierung eines Tiefbrunnens im nordhessischen Muschelkalkgebiet.

In den 1950er- bis 1970er-Jahren vollzog sich in weiten Teilen Deutschlands eine Wende in der öffentlichen Trinkwasserversorgung: Der wachsende Wasserbedarf führte zum Neubau zahlreicher Tiefbrunnen, vor allem in den Festgesteinsbereichen der Hügelländer und Mittelgebirge, in denen bis dahin die Versorgung aus Quellfassungen dominierte.

Inzwischen weisen viele dieser Brunnen alterungsbedingte Probleme auf. Dazu zählen nachlassende Ergiebigkeit, die mit herkömmlichen Regenerierungsverfahren nicht wiederhergestellt werden kann, aber auch Materialfehler im Ausbau. Letztere betreffen vor allem Brunnen mit Kunstharzpressholz (OBO)-Verrohrung. Damit stellt sich für die Betreiber immer häufiger die Frage: Ersatzmaßnahme oder Sanierung des Brunnens?



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 05 - 2015 (Mai 2015)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dr. Hansjörg Münch

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