Reduzierung erosiver Sedimenteinträge in die oberfränkischen Perlmuschelgewässer

In Nordost Oberfranken existieren u. a. in der südlichen Regnitz und im zufließenden Zinnbach Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuschel. Seit mehreren Jahrzehnten wurden keine Jungmuscheln gesichtet, die das Überleben der Population gewährleisten könnten. Für die komplexe Reproduktion der Flussperlmuschel sind ein nicht kolmatiertes (frei von Feinsediment), sauerstoffreiches Interstitial in einem Gewässer der Güteklasse I, sowie die Anwesenheit der Bachforelle als Wirtsfisch Voraussetzung.

Die Vorkommen der Flussperlmuscheln in Oberfranken sind u. a. durch landwirtschaftlichen Stoff- und Nährstoffeintrag stark beeinträchtigt. Ziel dieser Studie war es, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um Landwirte auf freiwilliger Basis zu Maßnahmen zu motivieren. Als effektives Instrument wird eine langfristige freiwillige Kooperation vorgeschlagen, um Schutzmaßnahmen im Einzugsgebiet umsetzen zu können.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014 (Oktober 2014)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Reinhard Wesinger
Martin Potsch
Ewald Hermannsdörfer
Konni Biegert

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